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Halbjahresfinanzbericht der Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Zum Halbjahr stieg der Periodenüberschuss vor Steuern um +25,7 Mio. € auf 72,7 Mio. €. Das operative Ergebnis aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, dem Erfolg aus Finanzgeschäften und dem Handelsergebnis sowie die geringen Risikovorsorgen im Kreditgeschäft und das sehr gute Ergebnis der at-equity-bewerteten Unternehmen konnten die rückgängigen Entwicklungen aufgrund der COVID-19 Pandemie in den vollkonsolidierten Seilbahnen deutlich überkompensieren.

Der Periodenüberschuss nach Steuern erhöhte sich um +27,5 Mio. € auf 61,6 Mio. €. Verbessert haben sich damit auch wesentliche Kennzahlen wie der Return on Equity vor Steuern, der auf 8,1 % nach 5,4 % im Vorjahr stieg und die Cost-Income-Ratio, die von 57,9 % auf 53,7 % sank.

Bilanzentwicklung


Die Bilanzsumme der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV) lag zum 30.06.2021 mit 14,0 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen an Kunden, im Geschäftsmodell der BTV eine der wesentlichsten Bilanzpositionen, verringerten sich gegenüber dem Jahresultimo 2020 moderat auf 8,0 Mrd. € (–151 Mio. €). Die Liquiditätsposition – und damit auch der Liquiditätspuffer der BTV – wurde aufgrund der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Normalisierung leicht reduziert, die Barreserve wurde um –215 Mio. € auf 2,7 Mrd. € verringert. Die
Forderungen an Kreditinstitute blieben nahezu konstant bei 372 Mio. €.


Der Bestand an Risikovorsorgen verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 moderat und lag zum Quartalsende bei
118 Mio. €. Das sonstige Finanzvermögen inkl. der Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen sowie der Handelsaktiva stieg um +330 Mio. € auf 2,5 Mrd. €. Grund für den Anstieg waren vor allem Optimierungen in der Liquiditätssteuerung. Die Passivseite der Bilanz zeigt das hohe Vertrauen der Kunden in die BTV, die seit ihrer Gründung im Jahr 1904 gerade in Krisenzeiten als stabiler Anker bekannt ist und geschätzt wird.
Nach den starken Zuwächsen der Primärmittel im Vorjahr wurden diese in den ersten zwei Quartalen 2021 aufgrund der komfortablen Liquiditätssituation der BTV nicht weiter ausgebaut und erreichten 9,2 Mrd. € (–467 Mio. €), womit das strategische Ziel der BTV, die Kundenkredite durch Primärmittel zu refinanzieren, auch im Berichtszeitraum mehr als erreicht werden konnte. Die Loan-Deposit-Ratio, das Verhältnis aus Kundenforderungen nach Risikovorsorgen zu Primärmitteln, betrug zum Quartalsultimo 85,8 % (Jahresultimo 2020: 83,2 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um +446 Mio. € auf 2,6 Mrd. €. Die betreuten Kundengelder, die Summe aus Depotvolumen und Primärmitteln, verzeichneten einen Zuwachs um +140 Mio. € auf 16,6 Mrd. €.

In Krisenzeiten kommt dem Eigenkapital eine noch höhere Bedeutung als sonst zu. Die BTV verfügt mit 1,8 Mrd. € über ein starkes Kapitalpolster. Das Eigenkapital stieg im ersten Halbjahr 2021 trotz der herausfordernden Bedingungen im Vergleich zum Jahresultimo 2020 um weitere +61 Mio. € an.

Den vollständigen Halbjahresfinanzbericht finden Sie hier.