Gold glänzt und steigt und steigt und glänzt

Schon seit Wochen legt der Goldpreis ordentlich zu: Die Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China und die lockere Geldpolitik haben zahlreiche Anleger weltweit in den „sicheren Goldhafen“ getrieben. Zeitweise kratzte der Kurs gar an der 1.400-Euro-Marke somit nominell ein Allzeithoch.

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Während Gold in Dollar noch 20% unter seinem nominellen Allzeithoch aus dem Jahr 2011 notiert, hat es in Euro einen neuen Rekord erreicht: Ende August kostete eine Feinunze (31,1 g) Gold zeitweise 1.394 € (4.10.2019: 1.366 €). Das letzte Zwischenhoch hatte das glänzende Edelmetall im Oktober 2012 bei 1.386 € markiert, danach war es bis Ende 2013 auf 867 € gefallen.

Und wie geht es nun weiter mit dem Gold? Manche Experten erwarten aktuell eher eine Korrektur oder zumindest ein „Luft-Ablassen“: Am Terminmarkt hätten Spekulanten eine rekordhohe Position an Gold-Derivaten gekauft und würden auf weiter steigende Goldkurse warten. Erst wenn dieser spekulative Überhang abgebaut sei, könne es mit dem Goldpreis noch weiter nach oben gehen. Eine aus charttechnischer Sicht stark überkaufte Lage sei am Anfang eines Bullenmarkts*) aber völlig normal und sollte Investoren nicht beunruhigen: Stark korrigieren würde der Goldpreis aus markttechnischen Gründen jedenfalls nicht.

Ein beachtenswertes, derzeit kaum wahrgenommenes Thema ist die Inflation. Dieselbe könnte jedoch bald (wieder einmal) für Gesprächsstoff und Handlungsbedarf sorgen, denn die Zentralbanken wollen die Geldpolitik lockern und die Inflation ankurbeln, was den Goldpreis pushen würde. Der international renommierte Investor Mark Moebius hat kürzlich sogar dazu geraten, Gold auf jedem Niveau zu kaufen, da zusätzlich zu den Inputs der Zentralbanken auch der Anstieg der Kryptowährungen dazu führt, die Nachfrage nach wirklich wertbeständigen Anlagen zu verstärken. „Die langfristige Perspektive für Gold ist aufwärts, aufwärts, aufwärts, und der Grund, warum ich das sage, ist, dass die Geldmenge aufwärts, aufwärts, aufwärts geht“, sagte Moebius.

Falls Investoren eine Absicherung gegen eine Systemkrise suchen, raten die Fachleute zu physischem Gold und weniger zu Derivaten oderzu ETFs (Exchange Traded Funds). Noch interessanter könnten Goldminenaktien sein: Die Unternehmen in dieser Branche haben ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Kosten reduziert, legen eher Wert auf Cashflow-Generierung denn auf überteuerte Übernahmen und stehen fundamental viel besser da als vor ein paar Jahren.

Ögussa Goldschmelze

1) Als österreichischer Marktführer in Edelmetallverarbeitung und –recycling liefert die Ögussa (Liesinger-Flur-Gasse, 1230 Wien) hochreine Metalle und Legierungen aus Gold, Silber, Platin und Palladium in Form präziser Halbzeuge wie Folien, Feindrähte, Bänder, Rohre und Stangen. Die Ögussa bietet den gesamten Edelmetallkreislauf aus einer Hand und unternimmt massive F&E-Anstrengungen wie z.B. mit Autoabgaskatalysatoren, Werkstoffen für wiederaufladbare Batterien und Photovoltaikanwendungen, Brennstoffzellen und Recycling. (Das ist übrigens eine wichtige Querverbindung zum vor Kurzem im Newsletter Nr. 5/2019 erschienenen TOP LEADER-Artikel „Nachhaltiges Investment“.)

An Privatkunden verkauft die Ögussa z.B. Goldbarren mit garantiertem, eingeprägten Feingehalt von 999,9 in einseitig geprägter bzw. gegossener Form. Diese sind in Österreich umsatzsteuerbefreit, können bis zum Gegenwert von 10.000 € anonym erworben werden und eignen sich als Investment oder Geschenk. Die Ögussa kauft auch Gold (sowie Silber und Platin) an.

philoro Goldbarren

2) Eigene Barren sowie Gold- und Silbermünzen verkauft die philoro Edelmetalle GmbH mit Firmensitz in der Währinger Straße in 1090 Wien und Filialen u.a. in Graz und Innsbruck (sowie in Berlin, Bremen und anderen Orten) – mit einigem Erfolg. „Mit mehr als zehn Tonnen gekauften Goldes zählt Österreich europaweit zu den Top-Vier-Nationen“, kommentiert philoro-Gründer Rudolf Brenner die Statistiken des World Gold Councils.

Zuletzt haben Österreicher, Deutsche und Schweizer 158 von 188 „europäischen“ Tonnen Gold gekauft; der deutschsprachige Raum verfügt somit über einen enorm hohen Marktanteil von mehr als 84%. „Dass genau in dieser Region überproportional mehr Goldbarren über den Ladentisch gingen als im Rest von Europa, signalisiert, dass es in den letzten Jahren eine große Unsicherheit gegenüber den Finanzmärkten und der Politik gegeben hat“, sagt Brenner.

3) Als führendes Münzversandhandelshaus Österreichs offeriert das IMM Münz-Institut (Rennweg, 1030 Wien) neben „Standards“ wie Euro- und Schilling-Münzen solche numismatische Feinheiten wie ein 6er-Set antike Silbermünzen „Römische Götter“ oder das Komplett-Set der letzten vier Goldstücke von Zar Nikolaus II.

*) Der Begriff Bullenmarkt oder Hausse (französisch für Anstieg, Steigerung) steht an der Börse für anhaltend steigende Kurse; Bärenmarkt oder Baisse (französisch für Rückgang, Abnahme) hingegen für anhaltend sinkende Kurse.

Quellen:

http://www.oegussa.at

http://www.philoro.at

http://www.imm-muenze.at

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