GET THE FACTS! Mai 2021/1

Diesmal mit Österreichs (zu) hohen Abgaben, Budgetzahlen, Covid-Auszahlungen, Job-Zahlen und Energiepreisen!

Lesezeit: ca. 2 min

47,3 %

Österreich hat im Vorjahr Italien überholt und nun die dritthöchsten Abgaben auf Arbeitseinkommen unter den 37 OECD-Staaten. Bei einem Durchschnittsverdiener ohne Kinder machen Lohnsteuer und Sozialabgaben 47,3 Prozent der Lohnkosten aus. Mehr sind es laut einer OECD-Studie nur in Belgien und Deutschland – die Senkung des Eingangssteuersatzes war für Durchschnittsverdiener nur minimal spürbar.

–0,7 Prozent

Außerdem zeigen die OECD-Zahlen, dass die Reallöhne abzüglich der Inflation im Vorjahr auch in Österreich gesunken sind. Die OECD schätzt den Rückgang auf 0,7 Prozent.

+30%

Das Finanzministerium hat den aktuellen Monatserfolg für März veröffentlicht. Die Einnahmen sind 2021 gegenüber dem Jahr davor um elf Prozent eingebrochen, die Ausgaben sind parallel dazu um 30 Prozent gestiegen.
Die Einzahlungen 2021 betragen bisher 17,2 Mrd. Euro und sind um 2,1 Mrd. bzw. elf Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Laut Ministerium resultiert das vorwiegend aus geringeren Einzahlungen in den Untergliederungen Finanzmarktstabilität (–1,3 Mrd. Euro) und Öffentliche Abgaben (–1,2 Mrd. Euro) aufgrund geringerer Bruttoabgaben vor allem der Einkommen-, Umsatz- und Mineralölsteuer.
Demgegenüber stehen Auszahlungen von bisher 24 Mrd. Euro. Diese sind um 5,5 Mrd. (+30 Prozent) höher als im Vorjahreszeitraum. Das resultiert vorwiegend aus höheren Auszahlungen in den Bereichen Arbeit von rund 2,2 Mrd. Euro, Bundesvermögen (+1,6 Mrd.), Finanzausgleich (+359 Mio.), Finanzierungen (+258,7 Mio.), Pensionsversicherung (+238 Mio.), sowie Familie und Jugend (+185,4 Mio. Euro).

2,5 Mrd. Euro

Bis Mitte April wurden in Bezug auf Covid-19 mehr als 2,5 Mrd. Euro an Stundungen bei Steuerzahlungen gewährt. Beim Ausfallsbonus belaufen sich die genehmigten Zuschüsse auf 827,4 Mio. Euro, wovon 826 Mio. bereits ausgezahlt wurden. Bis Ende März wurden zudem 308,9 Mio. Euro über den NPO-Unterstützungsfonds ausgezahlt. Weiters wurden bis Mitte April rund 1,4 Mrd. im Rahmen des Härtefallfonds ausbezahlt sowie 6,5 Mrd. Euro an Garantien vergeben.

356.216

Die Arbeitslosigkeit ist um rund 3.000 Personen zurückgegangen. Damit waren zuletzt 356.216 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet.
In Schulung befanden sich 77.380 Menschen.

244.616

Bis Mitte April wurden laut Finanzministerium – inklusive Verlängerungen – 244.616 Anträge zur Kurzarbeit genehmigt. Diese umfassen 117.396 Betriebe und 1.270.663 Arbeitnehmer sowie ein Fördervolumen von 10,7 Mrd. Euro. Die Auszahlungen für Kurzarbeit belaufen sich für 2020 und 2021 auf insgesamt 7,4 Mrd. Euro.

66 US-$

Die Ölpreise haben zuletzt zugelegt. Der Ölverbund OPEC+ teilte mit, seinen Anfang April beschlossene Kurs einer schrittweisen Förderausweitung beizubehalten. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 65,91 und ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) 62,38 Dollar.

+5%

Die Preise für Haushaltsenergie sind in Österreich im März wegen der anziehenden Spritpreise erstmals wieder über Vor-CoV-Niveau gelegen. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) stieg innerhalb eines Jahres um fünf Prozent – die allgemeine Teuerungsrate betrug dagegen lediglich zwei Prozent.

Quellen: Creditreform, Energieagentur, Finanzministerium, OECD, OPEC, Statistik Austria, WIFO, TOP LEADER-Recherchen

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