© VIG

Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group.

19.05.2022 | 2 min

Vienna Insurance Group mit starkem Prämienplus im ersten Quartal 2022, Vorsorgen für Auswirkungen des Ukrainekrieges getroffen 

Prämien mit 3,45 Mrd. Euro um 11,2 % deutlich gestiegen. Gewinn (vor Steuern) auf 124 Mio. Euro um 3,3 % leicht gesunken. Combined Ratio klar um 0,6 Prozentpunkte auf 94,6 % verbessert.

Die positive Entwicklung der Vienna Insurance Group (VIG) aus dem Vorjahr setzt sich im ersten Quartal 2022 fort. Dank eines sehr guten Starts in das neue Geschäftsjahr konnte das operative Geschäft deutlich erweitert werden. „Die Auswirkungen der Pandemie konnten wir in der operativen Geschäftsentwicklung bereits im Vorjahr gut in den Griff bekommen, auch heuer sind wir sehr positiv in allen Segmenten und Sparten ins Jahr 2022 gestartet. Das zeigt sich in einer zweistelligen Prämiensteigerung im ersten Quartal 2022, wo sich der Ende Februar beginnende Krieg in der Ukraine noch nicht zu Buche schlägt. Auf Grund der anhaltend ungewissen Entwicklung in der Ukraine und deren weitreichenden und schwer abschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen, ist für das weitere Geschäftsjahr nicht mit einer derart dynamischen Entwicklung wie im ersten Quartal zu rechnen. Wir haben für die VIG-Gruppe entsprechende Vorsorgen in der Höhe von rund 75 Mio. Euro gebildet. Unsere primäre Aufmerksamkeit gilt nach wie vor unseren Kolleginnen und Kollegen der ukrainischen Gesellschaften, die in dieser außerordentlich schwierigen Zeit eine unglaublich positive und professionelle Einstellung zeigen und in nicht umkämpften Gebieten eine weitgehend funktionierende Geschäftstätigkeit ermöglichen. Insgesamt erwarten wir auf Grund unserer Kapitalstärke, der breiten Diversität und unseren seit Jahren konsequent gesetzten Optimierungsmaßnahmen eine weiterhin positive operative Performance für 2022“, erklärt Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group.

Alle Sparten weisen Prämiensteigerungen auf

Mit einem Prämienplus von 348 Mio. Euro konnte das Gesamtprämienvolumen in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 um 11,2 % auf 3,45 Mrd. Euro signifikant gesteigert werden. Alle Sparten und alle Segmente der VIG weisen ein Prämienplus auf. In der Kfz-Haftpflichtversicherung (+18,8 %), der Sonstigen Sachversicherung (+15,2 %) und in der Krankenversicherung (+11,6 %) ist das Prämienwachstum zweistellig. Zum starken Prämienplus haben vor allem die Segmente Tschechische Republik (+103 Mio. Euro) und Erweiterte CEE (+148 Mio. Euro) und hier insbesondere Rumänien, die Baltischen Staaten, Serbien, Ukraine und Ungarn beigetragen.

Ergebnis leicht rückläufig

Mit 123,8 Mio. Euro liegt der Gewinn vor Steuern um rund 3,3 % unter dem Wert im Vergleich zur Vorjahresperiode. Grund dafür ist das durch die Vorsorgemaßnahmen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine verringerte Finanzergebnis. Das Finanzergebnis (exkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) beträgt im ersten Quartal 2022 148,1 Mio. Euro und liegt um 15,7 % unter dem Wert der Vorjahresperiode. Das Nettoergebnis liegt mit 91,3 Mio. Euro um 7,7 % unter dem Vorjahreswert.

Combined Ratio deutlich verbessert

Ein niedrigerer Kosten- als auch Schadensatz hat zu einer deutlichen Verbesserung der Combined Ratio von 94,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal (95,2 %) geführt. Die größten Verbesserungen in der Combined Ratio weisen die Segmente Österreich, die Tschechische Republik und Erweiterte CEE und hier vor allem Bulgarien und Rumänien auf. Die Kapitalanlagen der VIG-Gruppe einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 31. März 2022 36,1 Mrd. Euro.

Mehr Info hier.