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Werner Zenz, Vorstandssprecher Bankhaus Spängler.

25.05.2022 | 2 min

Trotz schwierigem Umfeld: Erfolgreiches Geschäftsjahr für die älteste Privatbank in Österreich

Bankhaus Spängler zieht Bilanz: Betriebsergebnis stieg auf 9,8 Mio. Euro. Die Salzburger Privatbank manövrierte erfolgreich durch das zweite Jahr der Corona-Pandemie, insgesamt werden 9,7 Mrd. Euro an Kundenvolumen betreut.

Das Salzburger Bankhaus Spängler zieht Bilanz über das Geschäftsjahr 2021, welches erneut maßgeblich von der Corona-Pandemie geprägt war. Trotz dieses herausfordernden Umfelds zeigt sich Vorstandssprecher Werner Zenz mit der Entwicklung der ältesten Privatbank in Österreich zufrieden. Beim Betriebsergebnis steht ein Plus von 31,8 Prozent auf 9,8 Mio. Euro zu Buche. Das Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt rund 9,7 Milliarden Euro (plus 14 Prozent). Das Bankhaus Spängler ist mit insgesamt rund 260 Mitarbeitern an neun Standorten in Stadt und Land Salzburg, Linz, Wien, Graz, Kitzbühel und Innsbruck vertreten.

„Wir sind stolz, unser Haus erneut sehr erfolgreich durch ein extrem krisenbehaftetes Jahr geführt zu haben“, sagt Zenz. „Die besonders gute Kapital- wie auch Liquiditätsausstattung sowie beträchtliche Rücklagen sind Garant dafür, dass wir auch so schwierige Phasen wie in den letzten beiden Jahren gut bewältigen können.“ Die Kernkapitalquote des Bankhaus Spängler konnte durch Rücklagenzuweisungen aus dem Ergebnis auf 14,5 Prozent verbessert werden. Die Betriebserträge stiegen um 6 Prozent auf 48,8 Mio. Euro und die Betriebsaufwendungen um 1 Prozent auf 39 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 7,6 Mio. Euro. Damit wurde zwar ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, dieser ist jedoch durch einen maßgeblichen Sondereffekt geprägt: Im Jahr zuvor wurde die wesentliche und historisch sehr erfolgreiche Beteiligung an der Spängler IQAM Invest GmbH verkauft.

Neuer Standort, neue Gesellschaft, neue Beteiligung

Neu im Jahr 2021 hinzugekommen ist hingegen ein Standort in Innsbruck, der im April eröffnet wurde und sich seither sehr erfreulich entwickelt hat. Es ist der zweite Standort für das Bankhaus Spängler in Tirol, seit mehr als 30 Jahren ist die Privatbank bereits in Kitzbühel vertreten. Im vierten Quartal wurde außerdem die Spängler Institutional GmbH gegründet. Damit ist es möglich, in Zukunft auch institutionelle Kunden, wie Kammern, Versicherungen und Pensionskassen, unmittelbar zu betreuen. Ebenso neu hinzugekommen ist eine Beteiligung an der Immobilien-Projektentwicklungsgesellschaft SHI Projekte GmbH. Ein erstes Bauträgerprojekt wird heuer im zweiten Halbjahr gestartet.

Ukraine-Krieg prägt das Geschäftsjahr 2022

Das Jahr 2022 steht primär im Zeichen des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Folgen. „Die Auswirkungen des Krieges auf das Geschäft des Bankhaus Spängler haben wir auf unterschiedlichen Ebenen geprüft und aktive Überwachungsmaßnahmen eingeführt“, betont Vorstandssprecher Zenz. „Aufgrund unseres geschäftlichen Fokus auf Österreich und Süddeutschland unterhalten wir keine Geschäftsbeziehungen zu Oststaaten. Sofern sich der Krieg nicht wesentlich ausweitet und die volkswirtschaftlichen Implikationen im aktuell prognostizierten Rahmen bleiben, erwarten wir nur geringe direkte Auswirkungen auf unser Geschäft.“

„Holprige Reise“ an den Kapitalmärkten erwartet   

Aufgrund der geopolitischen Ereignisse hat sich der Konjunkturhimmel eingetrübt. Wir erwarten eine „holprige Reise“ an den Kapitalmärkten. Es ist unser oberstes Ziel, das Vermögen der Kunden angesichts der hohen Inflation im realen Wert zu erhalten. Deshalb bleiben Aktien trotz der geopolitischen Risiken und aktuellen Lieferkettenprobleme langfristig die attraktive Anlageklasse. Gold ist ein wichtiger Sicherheitsanker im Portfolio.

Handlungsbedarf bei mündelsicheren Anlagen

Ein realer Kapitalerhalt ist im aktuellen Zins- und Inflationsumfeld mit den traditionell dafür vorgesehenen Anlageformen, wie z. B. Spareinlagen oder Bundesanleihen, nicht möglich. Auch historisch betrachtet erwirtschaftete ein aus mündelsicheren Anleihen bestehendes Portfolio in den letzten drei Jahren einen Verlust von 1,5 % pro Jahr. Gerade im aktuellen Marktumfeld sollten Wirtschaftlichkeitsüberlegungen stärker in Betracht gezogen werden. Die Beimischung anderer Anlageklassen, wie z. B. Aktien, ist dringend geboten. Dafür ist eine gerichtliche Genehmigung erforderlich, deren Einholung in den allermeisten Fällen in der Praxis aber unterbleibt. Entsprechend dem im Gesetz vorgesehenen „Wirtschaftlichkeitsprinzip“ ist hier dringender Aufklärungs- und Handlungsbedarf gegeben.

Fokus auf Nachhaltigkeit und strategischen Planungsprozess

Ein wesentliches Projekt wird im Jahr 2022 die stärkere Fokussierung vieler Vermögensverwaltungsstrategien im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte darstellen. „Damit tragen wir sowohl neuen regulatorischen Anforderungen wie auch sich verändernden Kundenbedürfnissen Rechnung“, so Zenz. Die Privatbank wird im heurigen Jahr außerdem den strategischen Planungsprozess „Spängler 2025″ abschließen und wesentliche Handlungsfelder für die nächsten Jahre festlegen. „Entsprechend unserer Unternehmensvision ‚Wir setzen Maßstäbe für Ihr Vermögen‘ werden wir den Weg der konsequenten strategischen Ausrichtung des Bankhaus Spängler als erstklassiger Partner in der Kapitalanlage und Finanzierung sowie in der Beratung von Familienunternehmen weiter fortsetzen“, so Zenz.

Trotz der anhaltend rasanten Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen der Digitalisierung setzt das Bankhaus Spängler weiterhin auf den direkten Kontakt zu seinen Kunden. „Wir glauben nach wie vor, dass besonders bei der Betreuung von vermögenden Privatkunden Präsenz vor Ort und das persönliche Gespräch wesentliche Erfolgsfaktoren darstellen“, sagt Zenz. „In diesem Sinne werden wir die Betreuungskapazitäten im Private Banking an den bestehenden Standorten weiter stärken.“

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