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Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik.

11.04.2022 | 2 min

SW Umwelttechnik: Geschäftsjahr 2021 mit signifikanter Umsatzsteigerung

Die Kärntner SW Umwelttechnik schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem starkem Umsatzplus ab. So knüpft das Unternehmen an die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen drei Jahre an und erwirtschaftet Umsatzerlöse im dreistelligen Millionenbereich.

SW Umwelttechnik gelang es im Geschäftsjahr 2021, den Erfolgskurs der vergangenen drei Jahre fortzusetzen und Umsatzerlöse in Höhe von EUR 102,9 Mio. sowie das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte zu erwirtschaften. „Die Baubranche erwies sich im abgelaufenen Geschäftsjahr – trotz anhaltender Pandemie – als äußerst stabil. Die rege Bautätigkeit im Bereich Hochbau und Wohnen, insbesondere Gewerbe und Industrie, sorgte 2021 für eine sehr erfreuliche Auftragslage in unseren Kernmärkten. Zu unserer positiven Entwicklung beigetragen hat nicht zuletzt die hohe Motivation und Flexibilität unserer Mitarbeiter:innen. Der direkte, regionale Bezug unserer Rohstoffe kam uns 2021 besonders zugute, sodass wir von Lieferschwierigkeiten nur unwesentlich betroffen waren“, erläutert Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik.

Ein Highlight des abgeschlossenen Geschäftsjahres war die Fertigstellung zweier neuer Hallenschiffe im Zuge strategischer Wachstumsinvestitionen für das Werk in Bukarest. „Am größten Standort in Rumänien gewinnen wir durch die neu erreichten Fertigungskapazitäten weitere Flexibilität, um den Markt langfristig erfolgreich bedienen zu können“, so Klaus Einfalt zum Werksausbau in Rumänien.

Umsatz und Ertragslage
SW Umwelttechnik erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 102,9 Mio. (VJ EUR 89,3 Mio.). Das EBIT beträgt EUR 11,8 Mio. (VJ EUR 11,5 Mio.). Das EBITDA erreicht einen absoluten Höchstwert von EUR 16,2 Mio. (VJ EUR 15,5 Mio.). Die EBIDTA-Marge beträgt 15,4 % (VJ 16,9 %). Das Finanzergebnis verbesserte sich auf EUR -0,6 Mio. (VJ EUR -2,6 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich signifikant auf EUR 11,2 Mio. (VJ EUR 9,0 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR 9,7 Mio. (VJ EUR 6,8 Mio.) und erreicht den besten Wert seit Bestehen des Unternehmens.

Segmente und Regionen
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr war 2021 mit einem Minus von 7,9 % auf EUR 40,5 Mio. (VJ EUR 44,0 Mio.) rückläufig und beträgt 39 % des Gesamtkonzernumsatzes (VJ 49 %). Die vorhandenen Gelder aus dem Struktur- und Kohäsionsfonds der neuen EU-Förderperiode 2021-2027 schlugen sich im Jahr 2021 noch wenig in konkreten Projekten nieder, weswegen sich sowohl in Rumänien als auch in Ungarn ein Rückgang im Bereich Tiefbau und Verkehr zeigte. In Österreich wurden Entwässerungs- und Verkehrsprojekte auf gleichbleibendem Niveau umgesetzt wie im Vorjahr. Das Italiengeschäft erreichte 2021 nach Pandemie-bedingten Einbrüchen wieder das Niveau des Jahres 2019.

Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen wuchs im Gegensatz zum Tiefbausektor sehr stark um 37,7 % auf EUR 62,4 Mio. (VJ EUR 45,3 Mio.). Insbesondere in Ungarn konnte durch die hohe Bautätigkeit bei Gewerbe und Industrie ein erfreuliches Umsatzplus im zweistelligen Bereich erwirtschaftet werden. In Österreich blieben die Umsätze des Hochbausektors stabil. Auf den Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen entfallen somit 2021 61 % des Gesamtumsatzes (VJ 51 %).

Im größten Markt Ungarn stieg der Umsatz um 21,1 % auf EUR 59,6 Mio. (VJ EUR 49,2 Mio.), der Anteil am Konzernumsatz beträgt 58 % (VJ 55 %). In Rumänien waren ebenso Zuwächse zu verzeichnen und der Umsatz stieg um 7,4 % auf EUR 28,3 Mio. (VJ EUR 26,4 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz fiel hingegen geringfügig auf 28 % (VJ 29 %). Auch in Österreich stieg der Umsatz in Höhe von 2,3 % auf EUR 12,5 Mio. (VJ EUR 12,2 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz beträgt somit 12 % (VJ 14 %). Die Konzern-Exportumsätze stiegen mit den stabilen Exportmärkten Slowakei, Italien und Deutschland auf EUR 2,5 Mio. (VJ EUR 1,5 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage
Durch die erfolgreiche Steigerung der Geschäftstätigkeit erhöhte sich das Umlaufvermögen und somit die Bilanzsumme im Jahr 2021 auf EUR 104,0 Mio. (VJ EUR 85,5 Mio.). Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich per ultimo auf EUR 58,6 Mio. (VJ EUR 56,0 Mio.), die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen EUR 45,4 Mio. (VJ EUR 29,5 Mio.). Das Eigenkapital stieg weiter auf EUR 28,4 Mio. (VJ EUR 20,6 Mio.), dies ist auf die weiterhin sehr gute Ertragslage zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 27,3 % über dem Vorjahreswert (VJ 24,2 %).

Sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im abgeschlossenen Geschäftsjahr minimal gestiegen und liegen in Summe bei EUR 50,2 Mio. (VJ EUR 49,3 Mio.). Davon entfallen EUR 38,7 Mio. (VJ EUR 38,4 Mio.) auf lang¬fristige Finanzverbindlichkeiten und EUR 11,5 Mio. auf kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (VJ EUR 10,9 Mio.). Die Nettoverschuldung hat sich somit geringfügig um rund 4 % erhöht und liegt per ultimo bei EUR 48,4 Mio. (VJ EUR 46,5 Mio.).

Mitarbeiter:innen
Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte die SW Umwelttechnik im Durchschnitt 627 Mitarbeiter:innen (VJ 597), davon 387 Arbeiter:innen (VJ 357) sowie 240 Angestellte (VJ 240). Die Personalkosten betrugen EUR 15,8 Mio. (VJ EUR 15,1 Mio.).

Ausblick
Die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres wie auch die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für die Kernmärkte der SW Umwelttechnik lassen mit positiver Erwartung ins kommende Geschäftsjahr blicken. Aussichtsreich sind insbesondere die bereitstehenden EU-Mittel aus der Förderperiode 2021-2027, die in Ungarn und Rumänien zu einem Anstieg des Bauvolumens im Bereich der Infrastrukturbauvorhaben führen werden.

Grund zur Besorgnis bereitet jedoch der geopolitische Konflikt in der Ukraine, dessen langfristige politische Neuordnung und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen in Europa derzeit nicht einschätzbar sind. Die Geschehnisse des Ukraine-Konflikts werden von SW Umwelttechnik mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um potenziellen Risiken in den Kernmärkten nach Möglichkeit rechtzeitig zu begegnen.

„Mit dem Vorbehalt dieser derzeit nicht abschätzbaren Folgen des Konflikts in der Ukraine, können wir auch in Zukunft auf das langfristige Potential unserer Kernmärkte bauen und werden uns 2022 erneut auf unseren strategischen Expansionskurs fokussieren. Über bereits geplante Investitionen zur Erweiterung unserer Werke in Budapest und Cristeşti hinausgehend, wollen wir nach Möglichkeit neue Expansionsstrategien prüfen“, zeigt sich Einfalt überzeugt.

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