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Mit 1. Juli 2022 steht ein neues Führungsteam an der Spitze der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg: Michael Alge wird neuer Vorsitzender, Jürgen Kessler und Manfred Miglar werden die Stellvertreter. Während Michael Alge und Jürgen Kessler schon bisher Teil des Vorstandsteams waren, kommt Manfred Miglar neu dazu: „Mit unserer neuen Aufstellung garantieren wir Kontinuität und Veränderung zugleich“, zeigt sich der zukünftige Vorstandsvorsitzende Michael Alge hoch motiviert. Wilfried Hopfner legt sein Amt nach 30 Jahren im Vorstand zurück. Seine geplante Pensionierung hat der neue Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg jedoch verschoben.

01.05.2022 | 3 min

Raiffeisen Vorarlberg geht erfolgreich in neue Zeiten

Höchst zufrieden blickt Raiffeisen in Vorarlberg auf das Wirtschaftsjahr 2021. Immer mehr Menschen legen ihr Vermögen bei den Banken mit dem Giebelkreuz an und immer mehr leihen sich Geld bei ihnen aus. Das zeigt sich auch an den wichtigsten Kennziffern der Banken: +7,8 Prozent Bilanzsumme, +37 Prozent bereinigtes EGT, Gesamtkapitalquote weiter auf hohem Niveau.

„Der wirtschaftliche Erfolg ist das Ergebnis der Arbeit von Menschen“, betont
Vorstandsvorsitzender Wilfried Hopfner bei der Bilanzpressekonferenz der Raiffeisen
Bankengruppe Vorarlberg. So habe sich gerade in der Pandemie gezeigt, wie wertvoll
Regionalbanken mit echten Beratern für die Menschen seien. „Es macht eben einen
Unterschied, seinen Ansprechpartner in der Nähe zu wissen“, so Wilfried Hopfner. Deutlich
verbesserte Zins- und Provisionserträge bei Raiffeisen beschreiben unter anderem den
Erfolg in Zahlen. Der Vorstand verweist außerdem auf die generelle wirtschaftliche
Prosperität in Vorarlberg, welche den Erfolg von Raiffeisen mit ermöglicht hat.

Raiffeisen wächst

Die Bilanzsumme der Vorarlberger Raiffeisenbanken liegt 2021 bei 14.780 Mio. Euro und
ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent gewachsen. Mit ein Grund für das sehr
positive Ergebnis ist der Erhalt einer erhöhten Dividende aus der Beteiligung an der
Raiffeisen Bank International. Zur Eigenmittelstärkung wurden planmäßig stille Reserven im Liegenschaftsbereich gehoben und auch aus weiteren Beteiligungen konnte ein positiver
außerordentlicher Ergebnisbeitrag erzielt werden. Doch auch ohne diese außerordentlichen
Beiträge kämen die Genossenschaftsbanken 2021 beim Betriebsergebnis auf ein Plus von
5 Prozent.

Sehr gute Kapitalausstattung

Das vergangene Jahr war für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg trotz Pandemie ein
erfolgreiches, wie der designierte Vorstandsvorsitzende Michael Alge beschreibt. Daher
mussten keine Risikokosten verbucht werden. Die Gesamtkapitalquote der Vorarlberger
Raiffeisenbanken beläuft sich im vergangenen Jahr auf 17,4 Prozent und bleibt damit trotz
absolutem Wachstum in Prozenten gegenüber dem Vorjahr auf unverändert hohem Niveau.

Langfristig stabil

Bei der Bilanzpressekonferenz angesprochen hat der Vorstand der Raiffeisen Landesbank
Vorarlberg auch den Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf Raiffeisen. Michael
Alge dazu: „Die Stabilität der Raiffeisen Bank International zeigt sich auch im unverändert
starken Rating der Bank.“ Selbst bei einem Totalausfall der russischen Tochterbank könnten weiterhin alle regulatorischen Kapitalanforderungen problemlos erfüllt werden.

Wie es mit dem Geschäft in Russland, Weißrussland und der Ukraine weitergeht, werde
aktuell geprüft. Alle Optionen werden analysiert, so Michael Alge. Wichtig sei aktuell aber
vor allem auch, den Vertriebenen und Flüchtenden zu helfen: „Die RBI und die Raiffeisen
Bankengruppe Österreich haben dafür mehrere Hilfsaktionen gestartet, um Wohnraum zur
Verfügung zu stellen und unterstützen die Menschen vor Ort – unter anderem mit einer
Sofortspende von 10 Mio. Euro gleich zu Kriegsausbruch und in Vorarlberg mit
Unterstützungs- und Bankdienstleistungen“, sagt Wilfried Hopfner.

Starke Zahlen der Raiffeisen Landesbank

„So erfolgreich das abgelaufene Jahr für die gesamte Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg
war, so positiv sind auch die Zahlen der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg“, macht
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Jürgen Kessler deutlich. Während die Betriebserträge
2021 stark angewachsen sind, kam es bei den Aufwendungen nur zu einer moderaten
Steigerung.