© Quehenberger Logistics

CEO Christian Fürstaller

04.03.2022 | 2 min

Quehenberger Logistics konnte das Jahr 2021 mit einem Umsatzrekord abschließen

26 Prozent organisches Wachstum auf 540 Mio. Euro Umsatz. Kontraktlogistik, E-Commerce sowie Air & Ocean herausragend. Durchgängige Digitalisierung der Lieferketten trägt Früchte.

Quehenberger Logistics konnte das starke Marktumfeld in Europa optimal nutzen und das Jahr 2021
mit einem Umsatzrekord von 540 Millionen Euro abschließen. Das gaben die beiden
Haupteigentümer CEO Christian Fürstaller und CFO Rodolphe Schoettel am Mittwoch den 2. März
am Unternehmenssitz in Straßwalchen bei Salzburg (Österreich) bekannt. Das bedeutet ein
Wachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr (427 Millionen Euro). Gegenüber 2019, dem
letzten Geschäftsjahr vor Corona, ist dies ebenfalls ein kräftiger Zuwachs von 17 Prozent (460
Millionen Euro). Für das laufende Jahr erwartet sich das österreichische Logistikunternehmen
wieder ein ähnliches Wachstum.


Mit dem Rekordumsatz übertraf das seit 2010 aktive Unternehmen die Prognose von 470 Millionen
Euro mehr als deutlich, wobei das Wachstum ausschließlich organisch ohne Zukäufe erzielt worden
ist. „Geschäftsausweitung bei Bestandskunden und Zuwächse in allen Bereichen und die seit 2018
kompromisslose Ausrichtung des Unternehmens auf eine Effizienz- und High-Performance-Strategie
haben sich 2021 bezahlt gemacht“, betonte CEO Christian Fürstaller.


Massiver Mitarbeiterzuwachs – vor allem in Osteuropa

Die steile Wachstumskurve spiegelt sich in der Personalentwicklung wider. Quehenberger zählte zu
Jahresende 2021 4.780 Beschäftigte, das waren um 940 mehr als 2020 und um 1.880 mehr als 2019. Davon sind in Osteuropa rund 3.900 MitarbeiterInnen beschäftigt, die personalintensivsten
Länderorganisation befinden sich in Rumänien und der Slowakei, wo Quehenberger stark im ECommerce für Fashion und Retail engagiert ist. „Ohne unsere starken Teams in 18 Ländern hätten wir diesen Erfolg nicht einfahren können. Gemeinsam ist es uns gelungen, die Leistungsfähigkeit in den zwei schwierigen Jahren 2020/21 weiter zu steigern. Die Flexibilität unserer Teams und ihre Motivation können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“ betonte der CEO.
Auch die Umsatzverteilung hat sich 2021 verändert. „Erstmals haben unsere Gesellschaften in
Osteuropa mehr als 40 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens beigetragen. Dabei sind die
Organisationen in Rumänien, der Slowakei und Kroatien hervorzuheben“, erläuterte CFO Rodolphe
Schoettel.


Kontraktlogistik sowie Air & Ocean übertrafen alle Erwartungen


In den Produktsegmenten haben vor allem die Kontraktlogistik einschließlich E-Commerce
Fullfillment sowie Air & Ocean den Umsatz vorangetrieben. Bei Letzterem hat sich das weltweite
Netzwerk von Quehenberger Logistics bezahlt gemacht. „Viele Kunden haben bei uns zusätzliche
interkontinentale Transporte gebucht, weil es angesichts der knappen Kapazitäten auf belastbare
Netzwerke und eine hohe Flexibilität ankam“, sagte COO Klaus Hrazdira. Das Ergebnis war eine
Verdoppelung des Umsatzes, unter anderem durch zahlreiche Luftfrachtcharter-Projekte zwischen
Asien und Europa.
Stark gewachsen ist auch die Kontraktlogistik. Die bewirtschafteten Warehouseflächen stiegen von
690.000 auf 809.000 Quadratmeter. In Österreich wurde der neue Standort Loosdorf an der A1 mit
knapp 50.000 Quadratmetern gefüllt. Die E-Commerce Fullfillment Center in Rumänien und der
Slowakei haben einen Mitarbeiterstand von mehr 1.800 erreicht und die nächste Aufstockung steht
bereits bevor.


Digitalisierung der Lieferketten weit vorangeschritten


Im abgelaufenen Jahr haben die massiven Anstrengungen zur Digitalisierung Früchte getragen. Die
Drehscheibe dafür ist die QCCP Quehenberger Customer Care Plattform, die vom Kunden bis zum
Frachtführer alle Beteiligten der Lieferkette auf einer transparenten Oberfläche zusammenführt. Sie
bietet nicht nur papierlose Auftragsabwicklung oder Standardservices wie Tracking & Tracing,
sondern beispielsweise auch ein Live-Tracking der LKWs, bei dem alle fünf Minuten die Ankunftszeit
neu ermittelt wird.

„Ein ganz neues Niveau in der Performance! Wir teilen unsere Informationen in Echtzeit und können
Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel die Disposition des betroffenen Personals sofort einleiten“
erläuterte CEO Fürstaller. Quehenberger vertiefe mit seinen digitalen Innovationen nicht nur mehr
Kundenservice, sondern erreiche auch eine höhere Effizienz: „Nach vier intensiven Jahren in der
Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie haben wir jetzt die Grundlagen für die Skalierung
unserer Dienstleistungen gelegt.“ Der Bedarf dafür sei ebenfalls vorhanden.


2022: Schwieriger Arbeitsmarkt und geopolitisches Umfeld


Das aktuelle Geschäftsjahr werde von einer schwierigen Situation beim Personal und
Kapazitätsengpässen bei den Transportmitteln gekennzeichnet sein, ist man bei Quehenberger
Logistics überzeugt. Das Jahr 2021 habe bewiesen, dass man trotzdem genügend Beschäftigte
mittels kreativem Personalrecruiting und positivem Arbeitgeberimage finden konnte so Fürstaller.
Die konjunkturelle Lage sieht man ungebrochen gut. Beim Warehousing werde die Nachfrage hoch
bleiben, weil die interkontinentalen Lieferketten neu aufgebaut und viel stärker regional ausgerichtet
werden.
Die aktuelle politische Lage trifft natürlich auch Quehenberger Logistics: „Unsere Kollegen, die in der
Ukraine, Russland und Belarus in einer äußerst schwierigen Situation sind, werden wir bestmöglichst unterstützen“, so Klaus Hrazdira, COO.
Fortsetzen wird Quehenberger auch seine Bemühungen um die Elektromobilität in der Logistik und
den CO2-neutralen Transport. Durch die digitale, Länder und Kunden übergreifende Tourenplanung
werden Leerfahrten vermieden und CO2-Emissionen reduziert. Die Kunden erhalten durch das CO2
Monitoring vollständige Transparenz über die CO2 Bilanz ihrer Transporte.

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