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30.05.2022 | 2 min

Petro Welt Technologies AG  Q1 2022: Die Gruppe schließt das erste Quartal mit einem positiven EBIT von EUR 1,1 Mio. ab

Im Jahr 2022 verschärften sich die bestehenden politischen Spannungen in Osteuropa durch die Situation in der Ukraine weiter. Dies wirkte sich negativ auf die Rohstoff- und Finanzmärkte aus und erhöhte die Volatilität, insbesondere bei den Wechselkursen.

Als Folge daraus stieg der RUB/EUR-Wechselkurs zum 31. März 2022 im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 11,4 % auf RUB 93,7 pro Euro. Auch der durchschnittliche Wechselkurs nahm im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum ersten Quartal 2021 um 7,5 % zu. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum um 37,9 % auf EUR 62,4 Mio. gegenüber EUR 45,2 Mio. in den ersten drei Monaten des Jahres 2021.

Dieser Anstieg beruht auf der Erholung der globalen sowie der russischen Wirtschaft nach der COVID-19-bedingten Rezession, der allmählichen Lockerung der OPEC+-Beschränkungen und zunehmend erfolgreichen Vertragsabschlüssen durch die Gruppe selbst. Umgerechnet in RUB, die wichtigste operative Währung des Konzerns, stieg der Umsatz um 48,4 %. Eine besonders positive Entwicklung verzeichnete im Berichtszeitraum das Segment Well Services und Bohrlochstimulation. Die Zahl der durchgeführten Aufträge stieg im ersten Quartal 2022 um 54,8 % auf 1.187 (Q1 2021: 767 Aufträge). Als Resultat daraus stieg der Gesamtumsatz des Segments Well Services und Bohrlochstimulation um 61,3 % auf EUR 29,2 Mio. (Q1 2021: EUR 18,1 Mio.).

Aufgrund des positiven Marktumfelds konnte das Management auch die Leistung im Segment Drilling, Sidetracking und integriertes Projektmanagement (IPM) verbessern. Der Umsatz in diesem Segment stieg um 22,9 % auf EUR 31,1 Mio., getrieben durch einen Anstieg der Anzahl der Aufträge um 75,0 % auf 84 (Q1 2021: 48 Aufträge). Die Umsatzkosten erhöhten sich aufgrund von Faktoren wie Skaleneffekten und laufender Kostenkontrolle weniger stark als der Umsatz. Dies führte zu einer Vervielfachung des Bruttogewinns, der im Berichtszeitraum EUR 7,4 Mio. erreichte (Q1 2021: EUR 1,5 Mio.). Im Einklang damit nahm die Bruttogewinnmarge auf 11,9 % (Q1 2021: 3,3 %) zu. Aufgrund höherer Beratungskosten im Zusammenhang mit den anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen verzeichnete die Gruppe einen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 25,7 %. Insgesamt schloss der Konzern das erste Quartal 2022 mit einem positiven EBIT von EUR 1,1 Mio. (Q1 2021: EUR –3,3 Mio.).

In Anbetracht des hohen Grades an Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung makroökonomischer Faktoren und politischer Risiken sowie ihrer potenziellen Auswirkungen auf die russische Wirtschaft und die Leistung des Konzerns hat das Management Anzeichen für eine Wertminderung in Bezug auf die operativen Gesellschaften des Konzerns in Russland festgestellt. Die Gruppe hat daher eine vorläufige Berechnung einer potenziellen Wertminderung auf Grundlage der beträchtlichen Inflation, einer Erhöhung des Leitzinses in Russland, der Unsicherheit über die Entwicklung des russischen Rubels und der Fortsetzung der Importsubstitution durchgeführt.

Zum 31. März 2022 wurde keine Wertminderung verbucht. Unter Berücksichtigung der verfügbaren Maßnahmen, der vorhandenen finanziellen Ressourcen und der Fähigkeit der Gruppe, aus ihrer operativen Geschäftstätigkeit positive Cashflows zu erwirtschaften, ist der Vorstand der Ansicht, dass das Unternehmen über ausreichende finanzielle Stabilität verfügt, um seine operative Tätigkeit zumindest in den nächsten zwölf Monaten ab dem Berichtsdatum fortzuführen, selbst wenn sich das wirtschaftliche Umfeld erheblich verschlechtern sollte. Dementsprechend ist der Vorstand zu dem Schluss gekommen, dass es keine wesentlichen Unsicherheiten hinsichtlich der Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung des Unternehmens gibt.

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