© David Schreyer

MPREIS konnte trotz Einschränkungen in der Gastronomie und im Tourismus den Umsatz um 1 % steigern und Arbeitsplätze sichern.

25.04.2022 | 2 min

MPREIS: Umsatzplus und Investitionen in die Zukunft

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen steigerte das Tiroler Familienunternehmen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 990 Millionen Euro. Gleichzeitig investierte MPREIS in Zukunftsprojekte wie die Wasserstoffanlage in Völs und setzte auf den Ausbau digitaler Angebote.

Die Tiroler Supermarktkette MPREIS hat sich auch 2021 erfolgreich am Markt behauptet. Das vergangene Geschäftsjahr war aber auch durch die Auswirkungen der Coronapandemie geprägt. Die Einschränkungen in der Gastronomie und die Rückgänge im Tourismus machten sich vor allem in den westlichen Bundesländern und hier vor allem in der Wintersaison bemerkbar. In den Baguette Café Bistros mussten die Gastronomieflächen über längere Zeit geschlossen bleiben.

„Ohne den Einsatz und das Verständnis unserer Mitarbeiterinnen, die aufgrund der Umstände mit zusätzlichen Belastungen konfrontiert waren, wäre diese positive Entwicklung nicht möglich gewesen“, betont die Geschäftsführung. In einer gemeinsamen Anstrengung konnten alle Arbeitsplätze gesichert und durch die Eröffnung neuer Märkte in Tirol, Kärnten und Südtirol sogar zusätzliche Stellen geschaffen werden. Insgesamt stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen in Österreich und Südtirol auf inzwischen mehr als 6.000 Beschäftigte.

Investitionen in die grüne Mobilität

Im Geschäftsjahr 2021/2022 stellte MPREIS auch die Weichen für die künftige nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Ein wichtiges Handlungsfeld ist die grüne Mobilität. Die bedeutendste Investition in diesem Bereich ist die Errichtung einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in Völs bei Innsbruck, die Ende März 2022 den Betrieb startete. Damit wurden die Grundvoraussetzungen für eine emissionsfrei Belieferung der MPREIS Märkte mit Brennstoffzellen-LKWs gestellt. Weitere Mobilitäts-Initiativen sind die Förderung des Radverkehrs durch fahrradfreundliche Gestaltung der Märkte, kostenlose E-Lastenräder zum Ausleihen, die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Maßnahmen für Mitarbeiter*innen wie Job-Bikes, geförderte Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel und eine Mitfahr-App.

Digitale Angebote ausgebaut

Ein weiteres Zukunftsthema, mit dem sich MPREIS intensiv beschäftigt, ist die Digitalisierung. Gerade durch die Einschränkungen im vergangenen Jahr entdeckten viele Menschen die Vorteile des digitalen Einkaufens. MPREIS hat darauf mit dem Ausbau des Onlineshops reagiert. Funktionen wie die Möglichkeit, einzelne Waren nicht nur online zu bestellen, sondern auch ihre Verfügbarkeit in einzelnen Märkten abzufragen, steigerten die Attraktivität des digitalen Marktes zusätzlich. Das Liefergebiet wurde auf Osttirol, Salzburg und Oberösterreich erweitert.

Als erste Supermarktkette Österreichs verwendet MPREIS flächendeckend digitale Preisschilder, die zentral gesteuert werden und Preisänderungen, etwa bei Aktionen, in allen Märkten unmittelbar und gleichzeitig anzeigen. Dies bietet nicht nur Vorteile für die Kundinnen und Kunden, sondern hilft gleichzeitig, Papier zu sparen und durch rechtzeitige Preisreduktionen Lebensmittelmüll zu vermeiden. Weitere digitale Angebote wie die Zusammenarbeit zwischen Baguette und der App “Too Good To Go”, tragen dazu bei, Lebensmittel möglichst gut zu verwerten.

Regionalität und Tierwohl

MPREIS ist bekannt für die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit über 250 lokalen Produzentinnen, insbesondere mit den Tiroler Bio-Landwirtinnen der Marke BIO vom BERG. Im Sinne einer regionalen Zusammenarbeit, in der geografische Nähe mehr zählt als Ländergrenzen, wurde die Marke Sonnenland Südtirol geschaffen. Sie integriert Produkte von Südtiroler Bio-Bergbauern in die Marke BIO vom BERG.

Im Sinne des Tierwohls hat MPREIS die Marke NATURFAIR eingeführt. Artgerechte Haltungsbedingungen werden dabei ebenso großgeschrieben wie faire Handelsbedingungen für die Produzent*innen. Die NATURFAIR Erzeugnisse stammen ausschließlich aus ländlichen Familienbetrieben aus Österreich, wo die Tiere unter artgerechten und respektvollen Bedingungen aufwachsen und die Transportwege immer so kurz wie möglich gehalten werden.

Das Geschäftsjahr 2021 im Überblick

Umsatz 990 Mio. €
Vorantreiben der Digitalisierung und Erweiterung der Onlineshop-Liefergebiete
Neue Märkte in Tirol, Kärnten und Südtirol
Jubiläum 100 Jahre MPREIS
Neue Marken für Bio-Produkte (Sonnenland Südtirol) und Tierwohl (Naturfair)
Erhaltung aller Arbeitsplätze und Schaffung neuer Stellen
Einer der größten Arbeitgeber in der Region
Wichtiger Ausbildungsbetrieb mit neuen Berufsbildern (z.B. eCommerce Kauffrau/-mann, Backtechnologe/Backtechnologin)
Wegweisendes Wasserstoffprojekt zur Dekarbonisierung des Unternehmens

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