© Lenzing AG

Lenzing: Neue Lyocellfaser-Produktionsanlage in Thailand

04.03.2022 | 3 min

Lenzing eröffnet weltweit größte Lyocellfaser-Produktionsanlage in Thailand

Projekt nach zweieinhalb Jahren Bauzeit trotz der pandemiebedingten Herausforderungen pünktlich und im vorgegebenen Kostenrahmen realisiert. Neue, hochmoderne Lyocellanlage mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen hilft dabei, die steigende Nachfrage nach nachhaltig erzeugten Fasern besser zu bedienen. Wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine CO2-freie Zukunft.

Die Lenzing Gruppe, weltweit führende Anbieter von holzbasierten Spezialfasern, gab heute den erfolgreichen Abschluss des wichtigen Lyocell-Ausbauprojektes in Thailand bekannt. Die neue Produktionsanlage, die mit einer Nennkapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr die weltweit größte ihrer Art ist, hat die Produktion planmäßig aufgenommen und trägt dazu bei, die wachsende Nachfrage der Kunden nach Lyocellfasern der Marke TENCEL(TM) noch besser zu bedienen. Für Lenzing ist das Projekt zudem ein wichtiger Schritt zur Stärkung ihrer führenden Position auf dem Spezialfasermarkt und auf dem Weg in eine CO2-freie Zukunft.

Der Bau der Anlage im Industrial Park 304 in Prachinburi – ca. 150 Kilometer nordöstlich von Bangkok gelegen – begann im zweiten Halbjahr 2019 und verlief trotz der Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie weitestgehend nach Plan. Das Recruiting und Onboarding neuer Mitarbeiter:innen war ebenfalls erfolgreich. Die Investitionen (CAPEX) beliefen sich auf rund EUR 400 Mio.

„Wir sind wirklich stolz auf diese Leistung. Unser aufrichtiger Dank gilt dem gesamten Team von Lenzing und insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Thailand, aber auch den vielen externen Stakeholdern, die trotz der globalen Pandemie alles gegeben haben, um dieses wichtige Projekt zu verwirklichen. Die termingerechte und budgetkonforme Abwicklung eines so großen Vorhabens ist angesichts der pandemiebedingten Herausforderungen eine herausragende Leistung“, so Cord Prinzhorn, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. Robert van de Kerkhof, Mitglied des Vorstandes, pflichtet seinem Kollegen bei und fügt hinzu: „Die Nachfrage nach unseren holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern der Marken TENCEL(TM), LENZING(TM) ECOVERO(TM) und VEOCEL(TM) nimmt kontinuierlich zu. Vor allem in Asien sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial für unsere Marken, die auf nachhaltiger Innovation beruhen. Mit dem Produktionsstart der Lyocellanlage in Thailand hat Lenzing einen wichtigen Meilenstein in puncto Wachstum erreicht und unterstützt damit unser ehrgeiziges Ziel, die Textil- und Vliesstoffindustrie nachhaltiger zu gestalten.“

Internationale Expansion der Lyocellproduktion

Die Verschmutzung der Umwelt – insbesondere der Ozeane – ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Die Modeindustrie belastet die Umwelt mit ihrem Geschäftsmodell der „Fast Fashion“ und dem steigenden Verbrauch fossiler Rohstoffe bei der Textilproduktion in einem besonders extremen Ausmaß. Das Lyocellverfahren ist das modernste seiner Art für die Herstellung von Fasern aus Holz. Es wird seit rund 30 Jahren großtechnisch erfolgreich eingesetzt und ist besonders umweltschonend. Die Idee dahinter ist, dass der Faserzellstoff ohne jegliche chemische Veränderung in einem geschlossenen Verfahrenskreislauf gelöst und verarbeitet wird.

Die Lenzing Gruppe wird ihre Produktionskapazitäten für Lyocellfasern weiter ausbauen. Dies steht im Einklang mit der sCore TEN Strategie, die darauf abzielt, bis 2024 75 Prozent des Faserumsatzes mit ökologisch verantwortungsbewussten Spezialfasern wie Fasern der Marken TENCEL(TM), LENZING(TM) ECOVERO(TM) und VEOCEL(TM) zu erwirtschaften. Der Standort in Thailand bietet Platz für gleich mehrere Produktionslinien. Die Investition in der ersten Phase umfasst bereits die allgemeine Infrastruktur, die für eine künftige Erweiterung von Nutzen ist. Lenzing wird jedoch weiterhin nach Möglichkeiten suchen, die Lyocellproduktion auch in anderen Teilen der Welt auszubauen.

Ziel einer CO2-freien Zukunft

„Die Investitionen in Thailand und an anderen Lenzing Standorten weltweit unterstützen uns nicht nur auf unserem Weg zum Anbieter von umweltfreundlichen Spezialfasern, sondern auch bei der Umsetzung unserer ambitionierten Klimaziele und damit bei der weiteren Steigerung unseres Unternehmenswertes“, erklärt Cord Prinzhorn. Die Lenzing Gruppe legte sich 2019 strategisch fest, ihre Treibhausgasemissionen pro Tonne Produkt bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Das Ziel für 2050: Klimaneutralität. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur kann der Standort in Thailand mit nachhaltiger biogener Energie versorgt werden und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zusammen mit dem wichtigen Projekt in Brasilien und den erheblichen Investitionen an den bestehenden Standorten in Asien setzt Lenzing derzeit (mit über ca. EUR 1,5 Mrd.) das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte um. Lenzing wird die Umsetzung der strategischen Projekte, die ab 2022 einen wesentlichen Beitrag zu den Einnahmen leisten, weiter vorantreiben.

Mehr Info hier.