Frauenthal Holding AG: Jahresergebnis 2021, Gewinnverwendung, Ausblick Gesamtjahr 2022

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Hannes Winkler, Vorstandsvorsitzender der Frauenthal Holding AG

28.04.2022 | 3 min

Frauenthal Holding AG: Jahresergebnis 2021, Gewinnverwendung, Ausblick Gesamtjahr 2022

Die Entwicklung im Jahr 2021 ist in der Division Frauenthal Automotive von vielen Unsicherheiten und Challenges geprägt, während die Division Frauenthal Handel von der Baukonjunktur in Österreich und der Bereitschaft privater Haushalte zu investieren, profitierte.

Der Konzernumsatz der Frauenthal-Gruppe liegt im Geschäftsjahr 2021 mit MEUR 1.024,1 um MEUR 150,0 bzw. 17,2 % über dem Vorjahr und stellt den höchsten Umsatz in der Geschichte der Frauenthal-Gruppe dar. Dieser Umsatzzuwachs ergibt sich in Höhe von MEUR 95,3 aus der Division Frauenthal Handel und mit MEUR 54,8 aus der Division Frauenthal Automotive. Die Division Frauenthal Handel weist einen Jahresumsatz in Höhe von MEUR 740,3 (+14,8 %) auf, dies ist vor allem auf die kräftige Konjunkturerholung in der Bauwirtschaft zurückzuführen. Die Division Frauenthal Automotive erzielt im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von MEUR 283,8 und steigt gegenüber dem Vergleichszeitraum um 23,9 %. 

Die Frauenthal-Gruppe erwirtschaftet 2021 ein EBITDA von MEUR 61,1 und liegt mit diesem Ergebnis um MEUR 23,4 über dem Vorjahr. Die Division Frauenthal Automotive erzielt ein EBITDA von MEUR 24,0. Operativ (Bereinigung des EBITDA 2020 um den Sonderertrag iHv MEUR 1,8 aus einem Vergleich mit dem Berater bezüglich der EEG-Umlage) ergibt sich in der Division Frauenthal Automotive ein Anstieg von MEUR 17,9 gegenüber dem Vorjahreswert – dies ist durch entschlossenes Handeln und der Umsetzung gezielter Maßnahmen zu begründen. Die Division Frauenthal Handel liegt um MEUR 8,0 über dem Vorjahreswert und kann somit MEUR 38,8 an EBITDA beisteuern.

Die Bilanzsumme der Frauenthal-Gruppe steigt im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 55,7 auf MEUR 496,7. Das Konzern-Eigenkapital steigt von MEUR 114,4 um MEUR 14,2 auf MEUR 128,6, was vorrangig auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote von 25,9 % zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bleibt gegenüber dem Vorjahreswert unverändert.

Gewinnverwendung

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der globalen Auswirkungen der Krisen (die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, insbesondere bei Stahl-/Energiepreisen, Rohstoffverfügbarkeit und einer möglichen weiteren Eskalation desselben, eines möglichen Kollaps der Lieferketten, vor allem wegen der Lockdowns in China, der Chip-Krise und weiter anhaltender Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie) sowie zur Stärkung der finanziellen Stabilität der Frauenthal Gruppe haben sich der Vorstand und der Aufsichtsrat darauf verständigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Die Beschlussfassung über die tatsächliche Verwendung des Bilanzgewinns erfolgt durch die Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 30.6.2022.

Ausblick

Gesamtjahr 2022 Der Fokus des Managements in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 lag auf der Sicherung der Liquidität, der Stärkung der Kundenbeziehungen und der Verbesserung der Kostenstruktur in beiden Divisionen Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel. Die rasche Reaktion auf den Markteinbruch im Geschäftsjahr 2020 in der Division Frauenthal Automotive und der Beginn der Markterholung ab dem 4. Quartal bewirken eine besser als zu erwartende Ergebnislage und eine solide Liquidität für 2020. 2021 kann die Profitabilität erheblich gesteigert werden. Auf dieser Basis und mit einer deutlich verbesserten Kostenstruktur ist der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 und danach positiv, obwohl die zweifellos bestehende hohe Unsicherheit der Marktentwicklung zum Berichtszeitpunkt große Vorsicht vor allem in Hinblick auf Investitionen und liquiditätssichernde Maßnahmen verlangt.

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in der Division Frauenthal Handel wird in den Folgejahren durch starken Preiskampf im Wettbewerb und möglichen Lieferengpässen bestimmt werden. Ziel ist es, durch Investitionen, Prozessverbesserungen und Schulungen der Mitarbeitenden das Kundenservice weiter zu verbessern, den Fokus auf den Kundennutzen zu setzen sowie gezielte Lagerzukäufe zu tätigen. Sofern seitens der Regierung keine weiteren drastischen Maßnahmen gesetzt werden, z. B. neuerlicher Lockdown der Bauwirtschaft, oder Rückschläge bei der Impfstrategie eintreten, wird von einer Fortsetzung der Entwicklung vom 1. Quartal 2022 ausgegangen.  

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