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CEO Björn Rosengren

07.02.2022 | min

ABB Geschäftsergebnis des 4. Quartals 2021: Starke Nachfrage, Ertrags- und Margensteigerung stützen robusten Cashflow

Im vierten Quartal 2021 zog die Nachfrage deutlich an und der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 18 Prozent (21 Prozent auf vergleichbarer Basis). In allen Geschäftsbereichen, Regionen und den meisten Kundensegmenten zeigte sich eine gute Dynamik.

Zusammenfassung des CEO

Trotz gestörter Lieferketten in Teilen unseres Geschäfts wuchs der Umsatz stärker als erwartet um 5 Prozent (8 Prozent auf vergleichbarer Basis). Dies insbesondere aufgrund höherer Projektübergaben gegen Ende des Quartals. Wir gehen davon aus, dass die Engpässe in der Lieferkette in der nahen Zukunft andauern werden.
Hervorzuheben ist, dass wir keine ungewöhnlichen Auftragsstornierungen zu verzeichnen hatten, was uns im
Hinblick auf den hohen Auftragsbestand von 16,6 Milliarden US-Dollar Sicherheit gibt. Dieser wuchs gegenüber dem
Vorjahresquartal um 16 Prozent (21 Prozent auf vergleichbarer Basis).


Das operative EBITA legte gegenüber der Vorjahresperiode um 20 Prozent zu. Die operative EBITAMarge konnten wir trotz Ungleichgewichten in der Lieferkette und teilweise höheren Kosten um 160 Basispunkte auf 13,1 Prozent steigern. Dieser Anstieg beinhaltet den nachteiligen Margeneffekt von 80 Basispunkten des Vorjahres infolge von Belastungen
aus dem Kusile-Projekt in Südafrika und nicht zum Kerngeschäft gehörenden Positionen.
Im vierten Quartal haben wir erneut einen starken Cashflow in Höhe von 1,0 Milliarden US-Dollar generiert.
Ich freue mich sehr, dass wir das Jahr 2021 mit einem Cashflow aus Geschäftstätigkeit in fortgeführten
Aktivitäten von insgesamt 3,3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen haben – einer Verbesserung um
1,5 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr.


Am 1. November haben wir den Verkauf der Division Mechanical Power Transmission (Dodge) erfolgreich
abgeschlossen. Dies führte zu einem Buchgewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar, der im Ergebnis der
Geschäftstätigkeit ausgewiesen wird. Damit haben wir den ersten Schritt in der angekündigten Fokussierung unseres
Portfolios auf die Bereiche Elektrifizierung und Automatisierung, in denen wir führend sind, vollzogen. Im
Rahmen dieser Massnahmen haben wir einen neuen Leiter für die Division Turbocharging ernannt. Gegen Ende des
ersten Quartals werden wir eine abschliessende Entscheidung treffen, wobei ein Spin-Off derzeit wahrscheinlicher erscheint. Unsere Bestrebungen, die Division E-mobility an die Börse zu bringen, schreiten derweil voran. Wir hoffen, diesen Schritt im Verlauf des zweiten Quartals 2022 abschliessen zu können. Mit Blick auf unser künftiges Wachstum und unsere Profitabilität sind wir zuversichtlicher: An unserem Kapitalmarkttag im letzten Dezember haben wir daher
unsere langfristigen Ziele angehoben. Wir gehen jetzt davon aus, dass unsere Führungsstellung im Bereich
Ressourceneffizienz durch Elektrifizierung und Automatisierung, unsere neuen Arbeitsweisen im Rahmen
unseres dezentralisierten Betriebsmodells, unser verbessertes Leistungsmanagementsystem und verstärkte
ESG-basierte Treiber ein Umsatzsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent über den Konjunkturzyklus
(währungsbereinigt) ermöglichen werden – bestehend aus 3 bis 5 Prozent organischem Wachstum und 1 bis 2 Prozent
akquisitionsbedingtem Wachstum. Ausserdem haben wir unsere Zielvorgabe für die operative EBITA-Marge auf
mindestens 15 Prozent präzisiert, für jedes Jahr ab 2023. Wir haben unser Ziel bekräftigt, in der Industrie eine
Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft zu übernehmen. Bis 2030 sollen 80 Prozent der Produkte und Lösungen von ABB nach unseren einheitlichen Grundsätzen für kreislaufgeführte Kundenlösungen und für
Kreislaufwirtschaft in unseren eigenen Betrieben behandelt werden.


Um unsere Wachstumsambitionen und unser führendes Angebot zu stärken, haben wir in das Start-up BrainBox
AI investiert, einen Vorreiter für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zur Senkung der
Energiekosten und CO2-Emissionen von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) in Gewerbegebäuden.
Ausserdem sind wir eine strategische Partnerschaft mit dem Start-up Sevensense eingegangen, um unser neues
Portfolio an autonomen mobilen Robotern (AMR) durch KI und 3D-Mapping-Technologie zu erweitern.
Nach Ende des Quartals hat die Division E-mobility eine Mehrheitsbeteiligung von rund 60 Prozent an InCharge
Energy übernommen und damit ihre Stellung auf dem US-Markt gestärkt. InCharge Energy stellt
massgeschneiderte komplette LadeinfrastrukturLösungen bereit, einschliesslich Beschaffung,
Installation, Betrieb und Wartung der Ladesysteme. Zusätzlich bietet das Unternehmen cloudbasierte
Softwaredienste für ein optimiertes Energiemanagement. Vor dem Hintergrund der verbesserten Performance, des
starken Cashflows und der robusten Bilanz schlägt der Verwaltungsrat eine ordentliche Dividende von
0,82 Schweizer Franken je Aktie vor, gegenüber 0,80 Schweizer Franken im Vorjahr. Dies entspricht dem
langfristigen Ziel einer steigenden, nachhaltigen Dividende je Aktie über den Zeitverlauf und fördert gleichzeitig eine
anhaltend solide Bilanz, um unsere Wachstumsambitionen weiter zu unterstützen. Wir planen, unsere Aktienrückkäufe
auch nach der Power-Grids-Kapitalausschüttung fortzusetzen.

Ausblick

ABB erwartet, dass die zugrundeliegenden Marktaktivitäten ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorquartal
insgesamt stabil bleiben. Der Umsatz im ersten Quartal ist in der Regel saisonal bedingt in absoluten Zahlen
schwächer als im Vorquartal. Für die operative EBITA-Marge geht ABB davon aus, dass sie im Vergleich zur Vorperiode
weitgehend stabil bleibt oder leicht zulegt.
Für das Gesamtjahr 2022 erwarten wir eine stete Verbesserung der Marge mit Blick auf das Ziel von
mindestens 15 Prozent ab 2023, gestützt auf Effizienzsteigerungen, während wir das dezentralisierte
Betriebsmodell und die Leistungskultur in allen Divisionen vollständig verankern. Auch die erwartete positive
Marktdynamik und der hohe Auftragsbestand dürften sich vorteilhaft auswirken.

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Ergebnis des 4. Quartals 2021
Starke Nachfrage, Ertrags- und
Margensteigerung stützen robusten Cashflow

Q4 2021
 Auftragseingang +18% auf 8,3 Milliarden US-Dollar, auf
vergleichbarer Basis1
+21%
 Umsatz +5% auf 7,6 Milliarden US-Dollar, auf
vergleichbarer Basis +8%
 Ergebnis der Geschäftstätigkeit 2 975 Millionen USDollar, Marge bei 39,3%
 Operatives EBITA1
von 988 Millionen US-Dollar, Marge1
bei 13,1%
 Unverwässerter Gewinn je Aktie 1,34 von -0,04 US-Dollar
 Cashflow aus Geschäftstätigkeit 1 020 Millionen USDollar und Cashflow aus Geschäftstätigkeit in
fortgeführten Aktivitäten von 1 033 Millionen US-Dollar

GJ 2021
 Auftragseingang +20% auf 31,9 Milliarden US-Dollar, auf
vergleichbarer Basis1
+17%
 Umsatz +11% auf 28,9 Milliarden US-Dollar, auf
vergleichbarer Basis +8%
 Ergebnis der Geschäftstätigkeit 5 718 Millionen US-Dollar,
Marge bei 19,8%
 Operatives EBITA1
von 4 122 Millionen US-Dollar, Marge1
bei 14,2%
 Unverwässerter Gewinn je Aktie -7%2
auf 2,27 US-Dollar
 Cashflow aus Geschäftstätigkeit 3 330 Millionen US-Dollar
und Cashflow aus Geschäftstätigkeit in fortgeführten
Aktivitäten von 3 338 Millionen US-Dollar
 Dividendenvorschlag von 0,82 Schweizer Franken pro
Aktie nach 0,80 Schweizer Franken im letzten Jahr.