Es gibt gute Gründe für Zuversicht

Meinung von IV-Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer.

Lesezeit: ca. 2 min

© IV/Michalski

Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV).

Ein kräftiger Wirtschaftsaufschwung ist möglich. Die Frage ist nicht, ob dieser kommt, sondern wann.

Dabei hängt alles von den richtigen und schnell umgesetzten Maßnahmen ab. Und: der internationale Wettbewerb wartet nicht auf die heimische Gesundheitsbürokratie!

Viele können das Wort Corona nicht mehr hören, die Pandemie hat uns alles abverlangt – gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen sind enorm. Nicht minder groß sind die Sorgen vieler Menschen und Unternehmen, wie die nächsten Monate verlaufen und wann die Normalität, die eine neue Normalität sein wird, tatsächlich zurückkehrt.

Jeder Tag zählt!

Dennoch – es gibt vor allem vier gute Gründe für Zuversicht und ein starkes wirtschaftliches Comeback:

  1. Die Sparquote – derzeit doppelt so hoch wie in Normalzeiten – wird sich wieder ihrem Durchschnitt annähern und der damit ausgelöste Konsum sollte stark spürbar werden.
  2. Der Nachfrageimpuls aus der Investitionsprämie – Projekte konnten bis Ende Februar eingereicht werden – wird hoch sein und hat die Erwartungen bei weitem übertroffen.
  3. Wirtschaftspolitische Unwägbarkeiten fallen weg, etwa durch die neue US-Administration oder die Klarheit über den Brexit.
  4. Wenn zudem bis spätestens Juli die internationalen Einschränkungen für geschäftliche und private Reisetätigkeiten aufgehoben werden, könnte einer der stärksten Aufschwünge der letzten 20 Jahre bevorstehen. Immerhin: Die Wirtschaft könnte das Niveau von vor der Krise im zweiten Quartal des nächsten Jahres wieder erreichen.

Bleiben die Risken: Impfstrategie und Gesundheitspolitik müssen – nach einigen Verzögerungen – dafür sorgen, dass es mit der Verfügbarkeit der Impfstoffe und mit dem Durchimpfen in der Bevölkerung schnell geht. Entscheidend ist dabei, dass nach den vulnerablen Gruppen vor allem die Schlüsselarbeitskräfte in der exportorientierten Industrie schnell(er) geimpft werden.

Jeder Tag zählt – denn der internationale Wettbewerb wartet nicht auf die heimische Gesundheitsbürokratie. Die Mitarbeiter – seien es Montage- & Service- oder Verkaufsteams – müssen rasch wieder ihre Kunden in der Welt erreichen können. Das hat für das ganze Land Relevanz: Als Exportland erwirtschaften heimische Unternehmen auf den internationalen Märkten mehr als die Hälfte unseres Wohlstandes und schaffen sowie sichern damit Arbeitsplätze in Österreich.

Optimismus und Realismus

Bis die Impfungen in der Breite ankommen, müssen wir uns durch die Krise durchtesten – mit einer Teststrategie, die alle verfügbaren Ressourcen und Möglichkeiten nutzt und einbezieht. Beeindruckend ist dabei der Einsatz heimischer Unternehmen für Sicherheit und Schutz ihrer Mitarbeiter. Umso wichtiger, dass betriebliche Testungen Teil der nationalen Teststrategie sind. Das ist ein wichtiger Erfolg für uns alle. Bis Anfang März haben bereits rund 1.250 Unternehmen teilgenommen – rund 625.000 Beschäftigte können damit erreicht und ihnen ein niederschwelliges, unbürokratisches Testangebot zur Verfügung gestellt werden.

Fragt man Unternehmer nach den wichtigsten Eigenschaften, die es für erfolgreiches Wirtschaften braucht, hört man oft „Optimismus“ und „Realismus“. Jetzt kommt es genau auf die richtige Mischung an. Denn nur mit Mut, Zuversicht und einer positiven Einstellung können wir die größte Herausforderung seit Jahrzehnten erfolgreich bewältigen. Das Potenzial dazu haben Österreich und Europa jedenfalls – wichtig ist, dass es abgerufen wird!

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