Ein Viertel der Betriebe hat noch keine Website

Ein Jahr Pandemie: Von den größten Unternehmen des Landes gaben laut aktuellem Digitalisierungsindex mehr als 90 Prozent an, dass Corona ihre Digitalisierung beschleunigt hat.

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© Drei

Rudolf Schrefl, Drei CEO in Österreich

Ein Jahr Corona-Pandemie hat die Digitalisierung der österreichischen Unternehmen insgesamt aber bei weitem nicht so stark beschleunigt wie angenommen. Großbetriebe, die Industrie und einzelne Branchen wie Bildung, Kultur, Kommunikationswirtschaft und Tourismus haben zwar einen wahren Digitalisierungsschub erhalten. In anderen schwer betroffenen Branchen – Handel, Handwerk oder Logistik – haben nur wenige durch weitere Digitalisierungsschritte den Betrieb aufrechterhalten. Im Handel etwa hat gerade einmal jedes zehnte Unternehmen verstärkt auf neue Online-Absatzkanäle gesetzt, zeigt der vom Telekommunikationsanbieter Drei bei Arthur D. Little Austria und marketmind in Auftrag gegebene neue Digitalisierungsindex 2021 für Österreich.

Der Index wurde 2017 von Drei gemeinsam mit Arthur D. Little Austria, WKO und WU Wien initiiert. Für die aktuelle Ausgabe hat das Marktforschungsunternehmen marketmind im Auftrag von Drei im Jänner und Februar dieses Jahres 811 Unternehmen befragt – repräsentativ über alle Branchen und Betriebsgrößen für ganz Österreich. Die Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little Austria hat die Daten analysiert und mit den Ergebnissen aus den Jahren vor der Pandemie verglichen.

„Die weitere Digitalisierung der österreichischen Unternehmen wird für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nach Corona entscheidend sein“, betont Rudolf Schrefl.

© PantherMedia/Elnur_

Kein Geld für Investitionen

Vor allem Klein- und Kleinstbetriebe wurden von der Krise so massiv getroffen, dass an Digitalisierungsinvestitionen nicht zu denken war. Die Kluft zwischen Klein und Groß hat sich dadurch noch weiter vergrößert. Von den größten Unternehmen des Landes gaben in der aktuellen Befragung mehr als 90 Prozent an, dass Corona ihre Digitalisierung beschleunigt hat. Im Gesamtdurchschnitt über alle Unternehmenskategorien betrachtet, hat jedoch kaum mehr als ein Drittel digitale Fortschritte erzielt.

Der Index errechnet sich aus fünf Einzelfaktoren – von der IT-Ausstattung und Vernetzung, über Online-Präsenz und -vertrieb bis zur Arbeitsweise. Heimische Großbetriebe erreichten dabei zuletzt einen durchschnittlichen Fortschrittsgrad von 54 Zählern, um 11 Punkte mehr als noch 2019. Bei Kleinstunternehmen hat sich der Wert mit 34 Zählern kaum verändert. In Summe ist damit der Digitalisierungsindex für Unternehmen in Österreich 2021, gegenüber vor der Pandemie, nur marginal von 34 auf 35 Punkte gestiegen.

Über alle Branchen, verzichtet nach wie vor jedes dritte Unternehmen auf die digitale Ansprache bestehender und neuer Kunden. Dementsprechend erzielt immer noch der Großteil der Unternehmen unter 10 Prozent des Umsatzes über digitale Kanäle. Immer noch besitzt ein Viertel der Betriebe keine eigene Website und nur ein Zehntel verfügt über einen Webshop.

In Summe wird Home-Office nun in vier von zehn Unternehmen genutzt. Fast die Hälfte der Betriebe arbeitet auch nach Corona weiterhin ohne Telefon-, Video- und Webkonferenzen und ohne digitale Signatur. Cloud-Services nutzen überhaupt erst 39 Prozent der Betriebe. „Die weitere Digitalisierung der österreichischen Unternehmen wird für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nach Corona entscheidend sein. Daher müssen wir jetzt alles unternehmen, um die digitale Kluft zwischen Klein- und Großbetrieben, die sich hier in einem Jahr Pandemie weiter geöffnet hat, wieder zu schließen“, betont Rudolf Schrefl, seit Februar Drei CEO in Österreich.

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