„Ein Unternehmen mit Geist und Haltung“

Interview mit Gerhard Burtscher, CEO der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV).

Lesezeit: ca. 3 min

© Richard Tanzer

Vom Berufsanfänger zum CEO: Gerhard Burtscher ist bei der Bank für Tirol und Vorarlberg die Karriereleiter kontinuierlich nach oben geklettert. Und hat die Bank gleich mitgenommen.

Wie sieht der aktuelle Geschäftsgang bei der BTV aus?

Das operative Bankgeschäft läuft sehr gut. Wir sehen zudem erfreuliche Entwicklungen in den Finanzierungsvolumen, den betreuten Kundengeldern sowie den damit zusammenhängenden Erträgen aus Zinsen und Dienstleistungen. Höhere Risikovorsorgen ergaben sich aus der Covid-19-Pandemie.

Hat Covid-19 starke Auswirkungen auf Ihr Business? Wie gehen Sie mit Covid-19 intern um?

Ab März 2020 bestimmte Covid-19 jeden Tag unseres Lebens. Der aktuelle Trend in Richtung Normalität ist daher für uns alle eine große Erleichterung und wir wollen uns mit voller Kraft dem neuen Alltag widmen.

Natürlich sind bestimmte Branchen wie der Tourismus besonders betroffen und auch unsere eigenen Seilbahnen haben stark gelitten. Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass wir gemeinsam gut durch diese Krise gekommen sind und sich auch diese Branchen schnell erholen werden.

In Zeiten wie diesen ist es mehr denn je unsere Aufgabe als Bank und Geschäftspartner, mit unseren Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern positiv auf morgen zu schauen.

Und wie das mit Herausforderungen so ist: Wir haben im Corona-Jahr auch viel gelernt und wollen das Gelernte aktiv in die Zukunft mitnehmen.

Welche Ziele hat die BTV für 2021 bzw. bis 2025 und was sind die aktuell spannendsten/herausragendsten BTV Projekte?

Kurzfristig geht es um das Wiederherstellen eines neuen, besseren Normalzustandes, insbesondere in den stark betroffenen Branchen Gastronomie und Tourismus. In diesem Bereich arbeiten wir schon seit einem Jahr an einem möglichst erfolgreichen Neustart.

Darüber hinaus haben wir mit unserer neuen Strategie 2030 einen Gestaltungsrahmen geschaffen, um uns in den fünf Schlüsselbereichen Mitarbeiter, Kunden, Umwelt, Soziales und Kultur in den kommenden Jahren optimal aufzustellen und auch künftig „zukunftsfähig Werte zu schaffen“.

Wir möchten ein Unternehmen mit Geist und Haltung bleiben. Für uns bedeutet das, stets anständig, sozial und im Sinne der Umwelt zu handeln, damit sich neben den Kunden auch unsere Mitarbeiter, unsere Partner, unser gesamtes Umfeld stets auf uns verlassen können. Viele sprechen von Nachhaltigkeit, wir nennen es „Geist & Haltung“.

Darüber hinaus befassen wir uns strategisch natürlich auch mit einer Reihe weiterer zukunftsrelevanter Themen wie Digitalisierung, Prozesse, IT, Kommunikation, Organisation und Vielfalt. Wir haben uns bis 2030 einiges vorgenommen.

Dabei ist uns klar, dass Wirtschaft nicht romantisch ist. Es geht vielmehr um Ausdauer, darum, es laufend besser zu machen und sich nie auf Erfolgen auszuruhen – wie Spitzensportler, von denen ja bekanntlich viele aus unserer Region kommen. Sie nehmen wir uns zum Vorbild.

Was macht die BTV anders/besser als die Konkurrenz?

Unser stärkster Wettbewerbsvorteil sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz überzeugen sie unsere Kundinnen und Kunden Tag für Tag aufs Neue.

Außerdem zählt die Regionalität zu unseren großen Stärken. Als VIER LÄNDER BANK kennen wir nicht nur unsere Region, sondern auch die Branchen, die bei uns eine besonders große Rolle spielen. Darauf konzentrieren wir uns, um maßgeschneiderte Lösungen mit hoher Qualität zu liefern.

In die Karten spielt uns dabei auch, dass wir mit unseren eigenen Firmen und Beteiligungen selbst als Unternehmer in der Region tätig sind. Als solcher fällt es uns natürlich leichter, uns in unsere Kundinnen und Kunden hineinzuversetzen.

Was empfehlen Sie einem Bewerber bei der BTV?  
Streben Sie grundsätzlich an, (Führungs-)Positionen aus den eigenen Reihen zu besetzen?
Was „gönnen“ Sie Ihren MitarbeiterInnen?

Wer gerne bei der BTV arbeiten möchte, sollte möglichst offen in Gespräche hineingehen. Mein Tipp: Setzen Sie sich schon vor dem ersten Kennenlernen mit uns als Unternehmen und unseren Werten auseinander.

In Führungspositionen braucht es meines Erachtens dann beides: neue Mitarbeiter, die frischen Wind reinbringen, und bestehende Mitarbeiter, die sich im Unternehmen mit all ihrem Know-how und ihrer Expertise weiterentwickeln.

Und genau diese Entwicklungschancen sind meiner Meinung nach für viele ein großer Benefit. Unser Motto bei der BTV lautet: „Wer will und kann, der darf.“ Zudem kommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Genuss einer ganzen Reihe materieller Vorteile. Viel wichtiger ist den meisten aber, dass wir uns als Arbeitgeber aktiv mit der Zukunft beschäftigen und sie dazu einladen, diese mitzugestalten. Wir sehen uns auf allen Ebenen als zuverlässiger Gesprächspartner auf Augenhöhe.

Was würden Sie tun, wenn Sie NICHT BTV CEO wären?

Diese Frage habe ich mir in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich nicht ein einziges Mal gestellt. Mein aktueller Job erfüllt mich voll und ganz. Ich schätze die BTV als faszinierendes Unternehmen mit sensationellen Kundinnen und Kunden und fantastischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bewegen uns in einem Umfeld, das immer wieder enormes Potenzial beweist.

Was inspiriert Sie und was entspannt Sie?

Mich inspiriert die gemeinsame Arbeit an der Zukunft. Ich blicke sehr gerne nach vorne, um dann die Weichen auf Erfolg zu stellen. Wie viele Menschen, die hier in der Region leben, verbringe auch ich sehr gerne Zeit in der Natur. Das entspannt mich.

Sie können EIN Weltproblem lösen – welches wäre das?

Angesichts der vielen Unternehmerinnen, Unternehmer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die massiv unter den Folgen der Pandemie leiden, würde ich Covid-19 „abschaffen“, wenn ich könnte.

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