Ein in der „Urfassung“ kostenloser Verkehrsweg

Als staufreie Wasserstraße könnte die Donau die aktuellen Stausituationen in den Grenzgebieten wesentlich entlasten.

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Mit 2.857 km ist die Donau nach der Wolga der zweitlängste und -größte europäische Fluss. Zehn Staaten unterschiedlicher Wirtschaftsräume verbindet dieses Gewässer – so viel wie kein anderer Strom der Welt. Und: Das aktuelle Potenzial des Warentransports auf der Donau wird laut Expertenmeinungen aktuell nur zu etwa zehn Prozent ausgenützt.

„Besonders in der aktuellen Situation könnte die Verlagerung der Transportwege auf das Wasser die Lieferketten effizienter machen und für Entlastungen der momentanen Stausituationen in den Grenzgebieten sorgen“, sagt der oberösterreichische Landesrat für Infrastruktur, Günther Steinkellner, zu TOP LEADER.

Auch im Hinblick auf die effiziente Anbindung und Vernetzung der Schwarzmeer-Häfen mit den Donau-Häfen könnte langfristig der gesamte Donauraum profitieren. Prinzipiell wären auf der Donau jährliche Warentransporte von bis zu 100 Mio. t möglich. Handel, Industrie und unverzichtbare, börsennotierte Produktionsunternehmen wie etwa die voestalpine würden von einer intakten Wasserstraße Donau profitieren.

„Die Vorteile des Transports über die Wasserstraße Donau sind neben dem hohen Transportvolumen auch eine umweltfreundliche Beförderung“, meint Steinkellner. „So entstehen beim Gütertransport deutlich weniger Schadstoff- und CO2-Emissionen als bei anderen Transportvarianten.“

Á la longue wäre eine europäisch abgestimmte Lösung zur gezielten und kontinuierlichen Wartung dieser Wasserstraße wünschenswert. „Unzulänglichkeiten und Hürden sollten durch zielgerichtetes und nachhaltiges Abarbeiten eliminiert werden“, hofft Steinkellner. „Die Binnenschifffahrt kann nur dann kapazitätsmäßig von der Wirtschaft ausgeweitet werden, wenn die Wasserstraße Donau auf ihrem gesamten Verlauf funktioniert und ganzjährig kalkulierbar ist.“

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