Dietrich Mateschitz

Immer jung, immer dynamisch: Dietrich Mateschitz erschuf mit Red Bull ein Idealbild nicht nur einer Getränkemarke, sondern auch einer ganzen Generation.

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Rückblende. 3. Juni 2006. Ich sitze mit dem damaligen Sportchef der Tageszeitung Der Standard im Flugzeug. Nicht in irgendeinem, sonst wäre es ja kein guter Anfang einer Geschichte. Nein, auf blauen Ledersesseln vor rotem Holz einer mit blaugrauem Plüschboden ausgelegten Douglas DC6-B. Nicht irgendeiner Douglas DC6, sondern der des einstigen jugoslawischen Staatsmannes Josip Broz Tito. 2006 – wie auch heute noch immer – hatte die Maschine statt dem roten Stern einen roten Bullen auf die blitzblank polierte Hülle gemalt bekommen. Hieß der neue Eigner doch Dietrich Mateschitz, CEO von Red Bull. Die DC6 war auch nicht in der Luft, sondern stand im Hangar 7, jener beeindruckenden Stahlkonstruktion von Volkmar Burgstaller, die sich Mateschitz am Salzburger Airport vor allem für seine Flugzeugsammlung und als seine eigene Wunschlocation hinstellen ließ.

Als Journalist war man Warten ja gewohnt. Auf Dietrich Mateschitz warteten wir damals aber gute fünf Stunden, nach Wochen des Hin und Hers, um diesen Termin zu vereinbaren. Dietrich Mateschitz war dann auch recht gestresst während des Interviews. Der erste Versuch, die Rennstrecke in Spielberg zu übernehmen und neu zu bauen, war gerade gescheitert. Das Engagement in der Formel 1 und im Fußball war für Red Bull jung; niemand, auch nicht in der eigenen Firma – außer vermutlich der Chef selbst –, glaubte so richtig an einen Erfolg.Cobra & Chopper

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