Die Startup-Szene trotzt der Krise!

Laut Austrian Startup Monitor stellen vier von fünf Startups neue Mitarbeiter ein.

Lesezeit: ca. 3 min

© PantherMedia/sabthai

Für den Austrian Startup Monitor als größter und umfassendster Studie zur heimischen Startup-Landschaft wurden rund 600 Startup-Gründer zu Status, Perspektiven und Umfeld befragt. Insgesamt sind mehr als 2.600 Startup-Gründungen – mehr als die Hälfte davon in Wien – seit 2009 in diesen Monitor eingeflossen.

Die Ergebnisse zeigen aktuelle Entwicklungen zu Gründungsteams, Geschäftsmodellen, Internationalisierungsstrategien und zur Finanzierung von Startups. Darüber hinaus wurde ein besonderer Fokus auf die Welt der Green Startups sowie die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die Startup-Szene gelegt.

Die Top-Facts

● Jedes vierte Startup hat im vergangenen Jahr aktiv an der Entwicklung von Lösungen für die Covid-19-Krise gearbeitet. Weitere sieben Prozent planen, in der Zukunft konkrete Lösungsideen umzusetzen.

● In Österreich gibt es rund 1.300 Startup-Gründerinnen und 5.700 Startup-Gründer. Der Anteil von Gründerinnen ist dabei seit 2018 von 12 auf mehr als 18 Prozent gestiegen. Mehr als 35 Prozent der Startups haben zumindest eine Frau im Gründungsteam.

● Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat seit dem ASM 2019 erneut leicht zugenommen. Startups beschäftigen nun im Schnitt 9,6 Mitarbeiter, während es im Vorjahr noch 9,4 waren. In Summe umfasst der österreichische Startup-Sektor mittlerweile über 20.000 Beschäftigte.

● Fast neun von zehn Startups haben vor, in den nächsten 12 Monaten zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Dies entspricht einem geplanten Mitarbeiterwachstum von mehr als 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der heimischen Startups sollen demnach rund 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

● IT und Softwareentwicklung bleiben für Startups die wichtigsten Branchen, wenngleich der Anteil in den vergangenen Jahren sukzessive gesunken ist und aktuell 29 Prozent ausmacht. In den Bereichen Konsumgüter, Life Science (jeweils zehn Prozent), Kreativwirtschaft (neun Prozent) und Bildung (sechs Prozent) sind Zuwächse zu verzeichnen.

● 58 Prozent aller Startups leisten einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung und werden als Green Startup eingestuft. Für 27 Prozent der Startups stellt die Erreichung von ökologischen Zielen sogar ein vorrangiges Ziel dar. Bei diesen „Green Impact Startups“ steht die Umsetzung von Produkten und Dienstleistungen, die einen nachhaltigen Konsum bzw. eine nachhaltige Produktion ermöglichen, an erster Stelle.

Key Facts

Der Austrian Startup Monitor 2020 ist der dritte Bericht über den Status, die Entwicklungsdynamik und die Perspektiven österreichischer Startups. Er basiert auf einer im Herbst 2020 durchgeführten Befragung von 595 GründerInnen oder GeschäftsführerInnen von Startups. Des Weiteren werden Informationen über alle seit 2009 in Österreich erfassten Startups genutzt.

● Die Analyse von Spin-offs zeigt, dass 21 Prozent der heimischen Startups zu den akademischen Spin-offs zählen und 16 Prozent aus bestehenden Unternehmen gegründet wurden. Der Anteil hat sich im Vergleich zum Vorjahr zugunsten der ersteren Gruppe verschoben.

● Mehr als 90 Prozent der österreichischen Startups erzielen bereits Umsätze im Ausland oder planen, in naher Zukunft auf internationalen Märkten aktiv zu werden. Jedes fünfte Startup erwirtschaftet bereits Gewinne.

● Mehr als die Hälfte der Startups (52 Prozent) hat bereits externes Kapital
erhalten. Im Vergleich zum ASM 2019 hat die Höhe der Bewertungen bei der letzten Finanzierungsrunde substantiell zugenommen.

● Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation beurteilt rund die Hälfte
aller Startups die aktuelle Situation als sehr gut (15) oder gut (31 Prozent).

● Künstliche Intelligenz bleibt der bedeutendste Technologietrend. Drei
Fünftel der Befragten betrachten KI als einen der 5 wichtigsten
Zukunftstrends. Danach folgen Big Data (35), erneuerbare Energien (34) und Automatisierung (28 Prozent).

● Einige Trends aus den Vorjahren wie Internet of Things (2019: 28, 2020: 23 Prozent) sowie Virtual & Augmented Reality (2019: 28, 2020: 23 Prozent) haben hingegen etwas an Bedeutung verloren.

● 58 Prozent der teilnehmenden Startups haben zumindest eine öffentliche Unterstützungsmaßnahme im Zuge der Corona-Krise in Anspruch genommen. Die meisten nutzten die Kurzarbeit, die Investitionsprämie oder die Stundungen.

„Viele Startups arbeiten aktiv an Lösungen zur Bewältigung der Krise und prägen damit die digitale Transformation unseres Landes“, kommentiert Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort. „Diese innovativen Unternehmen sind ein Aushängeschild für den Innovationsstandort Österreich. Startups schaffen die Märkte von morgen und sind ein dynamischer Motor für Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.“

Die Robustheit des Startup-Sektors in der Krise zeigt sich auch darin, dass
die Höhe der durchschnittlichen Unternehmensbewertungen bei
Finanzierungsrunden im Vergleich zum Vorjahr substantiell zugenommen hat.
Ein immer größerer Anteil der österreichischen Startups befindet sich – auch international – auf einem erfolgreichen und nachhaltigen Wachstumskurs.

„ Unsere Startups haben die Zeichen der Zeit erkannt und verschaffen sich
mit bahnbrechenden und klimafreundlichen Innovationen einen
Wettbewerbsvorteil“, lobt Leonore Gewessler, Bundesministerin für
Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

© AIT

Hinter den Kulissen

Der Austrian Startup Monitor ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des AIT Austrian Institute of Technology, der Think Tanks AustrianStartups und des Gründungszentrums der Wirtschaftsuniversität Wien.

Unterstützt wurde die Durchführung der Studie in erster Linie vom
Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie vom
Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation
und Technologie, von der Wirtschaftskammer Österreich und vom Rat für
Forschung und Technologieentwicklung.

Die bundeslandspezifischen Analysen wurden von einigen zentralen
Institutionen aus den Bundesländern wie Wirtschaftsagentur Wien, tecnet
equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, Gründerservice der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Science Park Graz und Standortagentur Tirol finanziert.

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