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Die Bahn und die Masken

ÖBB unterstützen soziale Unternehmen: „Das hilfreiche Dutzend“.

Lesezeit: ca. 2 min

© Oebb/Michael Fritscher

ÖBB-CEO Andreas Matthä, Bundesministerin Leonore Gewessler, arbeit plus-GF Schifteh Hashemi.

Mit Corona sind MNS-Masken zu täglichen Begleitern geworden. Das Tragen ist in Geschäften, Zügen und am Bahnhof Pflicht. Um den neuen Alltag ein Stück weit besser meistern zu können, sind die Snackautomaten am Wiener Hauptbahnhof in Kooperation mit arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich mit MNS-Masken bestückt. Die Schutzbehelfe wurden von unterschiedlichen Sozialen Unternehmen angefertigt.

Die ÖBB haben dabei rund 1.100 MNS-Masken von sozialökonomischen Betrieben angekauft. Diese sind in allen 23 Snackautomaten an den Bahnsteigen und im Gebäude des Wiener Hauptbahnhofs erhältlich. Die Masken sind aus Stoff und können damit gewaschen und wiederverwertet werden – ein sehr umweltfreundlicher Aspekt. Ein Stück kostet 7 Euro – die Einnahmen kommen den Sozialen Unternehmen zugute.

„Im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel haben wir in der Regierung Regelungen getroffen, die einen sicheren Betrieb ermöglichen, wozu das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehört“, kommentiert Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Die Kooperation mit arbeit plus habe doppelten Mehrwert, erklärt ÖBB-CEO Andreas Matthä. „Einerseits bieten wir unseren Fahrgästen einen hochwertigen MNS direkt am Bahnhof. Andererseits unterstützen wir arbeit plus dabei, neue Wege zur Gestaltung und Verteilung von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen zu können.“ Denn neben dem gesellschaftlich sinnvollen Produkt geht es auch darum, Arbeitsplätze im sozialen Bereich und für ohnehin schon Benachteiligte zu erhalten.

„Die arbeit plus #maskforce steht für den Schutz der Gesundheit und bringt mit ihren nachhaltig produzierten MNS-Masken auch Vorteile für die Umwelt und den Erhalt von Arbeitsplätzen von Menschen mit sich“, erklärt arbeit plus-Geschäftsführerin Schifteh Hashemi . Die rund 200 Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus, deren gemeinsame Zielsetzung die Reintegration von Menschen in den Arbeitsmarkt ist, haben ihre Arbeitsweisen sehr rasch und innovativ auf die Krisensituation angepasst und neue Dienstleistungen und Produkte entwickelt. Etwa 30 Unternehmen österreichweit, die an ihren Standorten auch über Nähereien verfügen, haben flexibel und spontan auf die Produktion von Schutzbehelfen umgesattelt. So konnten Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die in ebendiesen Unternehmen wieder Fuß im Arbeitsmarkt fassen, bestehen bleiben und zum Teil sogar ausgeweitet werden.

Die Snackautomaten am Wiener Hauptbahnhof sind jetzt auch mit MNS-Masken bestückt.

© Oebb Michael Fritscher

Auf den ÖBB Bahnhöfen kommen Schutzbehelfe aus folgenden Sozialen Unternehmen zum Einsatz = „das hilfreiche Dutzend“:

  1. gabarage – Upcycling Design: Mit Upcycling-Masken steht das soziale Unternehmen aus Wien für soziales Engagement und ökologische Nachhaltigkeit.
  2. Kümmerei gute Arbeit powered by Job-TransFair in Wien verhilft am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen zu einer neuen Anstellung, die ihren Fähigkeiten und Lebensumständen gerecht wird – so auch bei der MNS-Produktion.
  3. Nachbarinnen: Mit den Masken aus der Nähwerkstatt der Nachbarinnen wird die Selbstermächtigung von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund und der Gesellschaft als Ganzes unterstützt.
  4. lebmit&bunttex ist ein sozialökonomischer Betrieb im Textil- und Lebensmittelbereich in Gmünd und unterstützt Frauen beim (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt.
  5. Luna – Frauenbeschäftigungsprojekt Hollabrunn: Zielsetzung des gemeinnützigen Beschäftigungsprojekts Luna ist es, arbeitslosen Frauen aus der Region Hollabrunn den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.
  6. S|B|S Social Business Service GmbH: Die „Produktion mit Weitblick“ in Purgstall an der Erlauf schafft u.a. mit der MNS-Maskenproduktion Zukunftsperspektiven für Mensch und Region.
  7. St:WUK Natur.Werk.Stadt: Vielfältig, nachhaltig, kreativ sind die Schlagworte, für die das Grazer Projekt steht – und so sind auch ihre Masken.
  8. St:WUK Die Manufaktur: Der Verein zur Förderung von Menschen mit besonders erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt eröffnet u.a. in der Näherei in Graz neue Perspektiven.
  9. uniT: Im Rahmen des Beschäftigungsprojekts der Kulturinitiative uniT Graz werden im Theater am Lend Upcycling NMS-Masken genäht.
  10. Jugend am Werk Steiermark ist mit den Projekten/Standorten neuplanen und inservice Feldbach Teil der arbeit plus #maskforce und steht für Qualifizierung und Reintegration in den Arbeitsmarkt.
  11. Die Koryphäen: Der regional engagierte, sozial-ökonomisches Betrieb aus dem Burgenland setzt auf die Kraft der Talente und Fähigkeiten, die seine Mitarbeiter ins Unternehmen einbringen.
  12. 4everyoung: Das soziale Unternehmen aus Kärnten produziert im Rahmen des Beschäftigungsprojektes „Gute Dinge“, wie etwa MNS-Masken.

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