Der Marktführer aus Kollerschlag

Loxone realisiert trotz Covid-19 das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte.

Lesezeit: ca. 4 min

© Loxone

Rüdiger Keinberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Loxone.

Das zurückliegende Jahr 2020 war das erfolgreichste in der Geschichte von Loxone. So konnte das Unternehmen nach der Einführung des Audioservers im dritten Quartal mehr Audiolösungen verkaufen als in den sieben Jahren zuvor. Der Erfolg ist aber kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen: Rüdiger Keinberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Loxone, kündigt auch für das Jahr 2021 einen deutlichen Wachstumskurs an – mit neuen Produkten, neuen Partnern und weiteren Standorten weltweit.

Für Keinberger sind die Gründe für das starke Wachstum im zurückliegenden Jahr klar: „Wir haben uns 2020 voll auf unser Kerngeschäft Gebäudeautomation konzentriert und unser Ziel, der Internationalisierung konsequent weiterverfolgt. So haben wir in Polen und der Slowakei einen neuen Standort, in Deutschland und Italien (Hannover und Mailand) jeweils eine zweite Niederlassung eröffnet sowie in Frankreich mit dem Bau eines Standortes begonnen. Als Unternehmen mit einer hohen digitalen Kompetenz konnten wir zudem die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie schnell kompensieren. So war es uns möglich, einen Großteil unserer Mitarbeiter schon vor dem offiziellen Lockdown unterbrechungsfrei ins Homeoffice zu schicken.“

Der Loxone Showroom in Klagenfurt.

© Loxone/Martin Rauchenwald

Auch das Aus- und Weiterbildungsangebot für die Partner konnte durch digitale Angebote aufrechterhalten werden und unter den neuen Vorzeichen kehrte man schnell zum Tagesgeschäft zurück. Das Corona-Jahr hat letztendlich sogar den Markt für Automatisierungslösungen beflügelt. Keinberger: „Bei den privaten Immobilienbesitzern beobachteten wir Lockdown-bedingt ein verstärktes Interesse am eigenen Zuhause, einhergehend mit einer größeren Investitionsbereitschaft. Auch im Bereich der Gewerbebauten und bei Großelektrikern ist das Interesse an unseren Lösungen gewachsen – hier standen und stehen besonders die automatisierten Lösungen rund um Klima und Lüftung im Fokus.“ Neben dem organischen Wachstum, wuchs Loxone auch „anorganisch“, etwa durch die Übernahme des Hifi-Spezialisten Quadral. Dies hat zur Erweiterung des Kompetenzfeldes Audio beigetragen.

Der im September 2020 eingeführte Audioserver kam ab diesem Zeitpunkt tausendfach, somit in jedem zweiten Projekt, zum Einsatz.

© Loxone

Starkes Wachstum, hohe Ziele

Wesentlicher Wachstumstreiber des Rekordjahres 2020 waren die Neuheiten, die Loxone besonders im dritten Quartal 2020 gezündet hat. Ein Highlight war die Vorstellung des Audioservers. Mit diesem hat das Unternehmen offensichtlich genau ein Bedürfnis am Markt getroffen. Es wurden mehr als 28.000 Projekte im Gesamtjahr 2020 mit Loxone realisiert. Der im September 2020 eingeführte Audioserver kam ab diesem Zeitpunkt tausendfach, somit in jedem zweiten Projekt, zum Einsatz. Keinberger: „Darauf möchten wir auch 2021 aufbauen und streben ein deutliches Wachstum an.“

Um diese Ziele zu erreichen, hält Loxone an der Erfolgsstrategie fest und plant auch in diesem Jahr die Einführung neuer Produkte, neue Kooperationen sowie die Etablierung neuer Standorte, unter anderem in Wien, sowie einen dritten Standort in Deutschland. Insbesondere möchte Loxone bei dem wichtigen Wachstumsfeld Ambient Assisted Living, also altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben, seine Marktrolle weiter ausbauen. Neben solchen Gesundheitsthemen, die in der Corona-Zeit natürlich eine hohe Aufmerksamkeit erfahren, stehen weiterhin Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen stark im Fokus. Da 40 Prozent der CO2-Belastung durch Gebäude und ihre Nutzung entstehen, ist das Einsparpotenzial hier besonders groß. So kann etwa eine intelligente Gebäudeautomation Räume ohne Anwesenheit weniger heizen, das Licht automatisch ausschalten und weitere energiesparende Maßnahmen durchführen.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt in die heiße Bauphase des Loxone Campus eingetreten sind,“ sagt (Mit-)Eigentümer Martin Öller.

© Loxone

In der „heißen Bauphase“

Ein zentrales Thema bleibt der im Bau befindliche Campus am Standort Kollerschlag, der im ersten Quartal 2023 eröffnet wird. Der Campus, so Keinberger, diene zukünftig als Wissensschmiede für die Loxone Partner. Da insbesondere die Zusammenarbeit mit rund 14.000 hochmotivierten Partnern weltweit Teil des Erfolgsmodell des Unternehmens ist, sollen global 2021 insgesamt 7.000 neue Partner gewonnen werden.

Der Spatenstich dafür erfolgte im Oktober 2020. „Wir freuen uns, dass wir jetzt in die heiße Bauphase des Loxone Campus eingetreten sind,“ sagt (Mit-)Eigentümer Martin Öller. „Wir bauen mit dem Loxone Campus nichts weniger als das Epizentrum für intelligente Gebäudeautomation im Herzen Europas für alle Interessierten – vom Hausbauer über den ausführenden Partner bis zum Planer und Architekten. Ein zentrales Thema des Campus ist die Schulung, Weiterbildung und insbesondere die Inspiration. Hier entsteht für unsere Gäste, Partner und Mitarbeiter aus der ganzen Welt ein besonderer Ort, der dazu einlädt, die ganze Vielfalt der intelligenten Gebäudeautomation zu entdecken und zu erleben. Das Gebäude-Ensemble wird architektonisch in die umgebende Landschaft eingebettet sein. Wie schon beim Bau unseres Basecamp ist auch der Loxone Campus ein Leuchtturm, der zeigen soll, wie das Arbeiten und Leben der Zukunft aussehen kann und wird.”

„Unser Leitsatz ‚Create Automation‘ wird hier erlebbar sein“, ergänzt (Mit-)Eigentümer Thomas Moser. „So bieten wir hier zum Beispiel nach Fertigstellung unseren Gästen eine Unterkunft im modernsten, intelligentesten Seminarhotel Europas. Auch gegenüber unseren Mitarbeitern erfüllen wir hier abermals unser Versprechen, den ‚Best workplace für performers‘ zu bieten. Denn hier entstehen im wunderbaren ländlichen Raum, wo andere gerne Urlaub machen, hochmoderne Arbeitsplätze.“

© Loxone

Enorme Bedeutung für die Region

Marcel Amrhein, Architekt des ARKD Linz, der den Campus auf Basis der Kundenvision entworfen hat, erläutert den geplanten Bau: „Die architektonische Besonderheit des Campus ist, dass wir das Gebäude als Auffaltung der landschaftlichen Grünfläche kreieren und gestalten durften. Die einzelnen Gebäudeteile entwickeln sich aus der Landschaft heraus und fließen als Auffaltungen wieder in das Gelände ein.“ Das Achsraster und die Gebäudeform leiten sich ursprünglich aus den Dreiecksformen der Oberfläche des Miniservers ab, der die zentrale Schaltstelle jeder intelligenten Gebäudeautomation von Loxone ist.

Ein derart großes Investitionsprojekt trotz der aktuell schwierigen Zeiten, für das dezentral im Mühlviertel 55 Millionen Euro investiert und damit auch 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, ist ein wichtiges Signal nicht nur für die Region, sondern darüber hinaus für den gesamten Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Loxone ist somit ein Paradebeispiel dafür, wie heimische Betriebe die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und dabei mit Innovationskraft, Weitsicht und Mut bis zur Weltmarktspitze vorstoßen. Mit seinem neuen Loxone Campus gibt das Unternehmen nicht nur ein klares Bekenntnis zum Standort ab, sondern setzt auch wichtige Impulse durch Aufträge an die regionale Wirtschaft und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Das bringt zusätzliche Wertschöpfung und noch mehr Lebensqualität in die Region.

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