© Gernot Gleiss

Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank blickt optimistisch ins vierte Quartal.

26.11.2021 | 3 min

BKS Bank: Markanter Ergebniszuwachs

Die BKS Bank blickt sehr zufrieden auf das bisherige Geschäftsjahr 2021 zurück. Der Periodenüberschuss von 66,0 Mio. EUR liegt um 28,1 Mio. EUR über jenem von 2020.

„Mit den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 können wir sehr zufrieden sein. Die wirtschaftliche Erholung hat eingesetzt, viele unserer Firmenkunden haben volle Auftragsbücher und investieren wieder. Auch die
Baubranche boomt – nicht zuletzt durch den privaten Wohnbau. Davon hat auch unser Geschäft profitiert. Wir können im Zwischenbericht zum dritten Quartal über schöne Zuwächse beim Periodenüberschuss, bei der
Bilanzsumme, den Krediten und Primäreinlagen berichten und gehen gestärkt in das restliche Jahr“, erklärt BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer. Der neuerliche Lockdown wirft allerdings Schatten auf das
bislang so freundliche Bild.

Bilanzkennzahlen im Plus

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns erhöhte sich per 30. September 2021 auf 10,4 Mrd. EUR und lag damit um 0,6 Mrd. EUR über dem Jahresendwert von 2020. „Dazu hat vor allem das gute Kreditwachstum beigetragen. Wir konnten ein Neugeschäft von 1,7 Mrd. EUR erzielen, rund 79 % davon in Österreich. Insgesamt lagen die Forderungen an Kunden von 6,8 Mrd. EUR um 4,2 % über dem Jahresultimowert“, berichtet Stockbauer.

BKS Bank investiert

Doch nicht nur Firmenkunden und private Häuslbauer investieren wieder, auch die BKS Bank selbst setzt ihr Investitionsprogramm wie geplant um. Seit Ende des Sommers ist mit dem BKS Holzquartier das erste Green
Building fertiggestellt und bereits voll vermietet. Das nächste Green Building-Bauprojekt „Urban Living“ am Fuße des Klagenfurter Kreuzbergl wird noch vor Jahresende abgeschlossen werden, „BKS-Lebenswert“ in Eisenstadt wird im Mai 2022 bezugsfertig sein und ein weiterer Umbau ist voll im Gange: In der Unternehmenszentrale am St. Veiter Ring werden das Foyer und der erste Stock modernisiert. „Mit der Umsetzung beauftragen wir heimische Professionisten und leisten damit einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum in unseren Märkten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende.

Digitalisierung schreitet voran

In die Digitalisierung investierte die BKS Bank im Berichtsjahr ebenfalls Millionenbeträge. Private und Unternehmen können digital Kunden unseres Hauses werden und Konten und Kfz-Leasingverträge digital über die
Website oder das Kundenportal abschließen. Das gilt auch für Wohn- und Konsumkredite, Fondsparpläne sowie Sparprodukte. In Kürze wird das „Mein Geldkonto-fix“, ein fix verzinstes Sparkonto, zum Online-Produktangebot hinzukommen. In BizzNet und BizzNet Plus können Firmenkunden außerdem Lastschriften verwalten und einreichen,
Sammelaufträge abwickeln, Datenträger importieren und exportieren, Zeichnungsrechte verwalten und Garantien digital beauftragen.

Primäreinlagen erstmals über 8 Mrd. EUR

Trotz der Nullzinspolitik der EZB hält der Zufluss an Primäreinlagen unverändert an. Seit 31.12.2020 stiegen die Primäreinlagen um 8,9 % auf 8,1 Mrd. EUR – und kamen somit in der Historie der BKS Bank erstmals
über der 8-Milliarden-Euro-Marke zu liegen. „Diese hohen Einlagenstände sind zum Teil auch der Pandemie geschuldet, denn in Krisenzeiten neigen Menschen dazu, zusätzliche Geldreserven aufzubauen. Viele nutzen dafür
Termin-, Spar- oder Sichteinlagen – wohlwissend, dass sie durch die hohe Inflation einen Wertverlust erleiden“, so Stockbauer.

Erfolgreiche Emissionspolitik

„Kunden, die Erträge über dem Inflationsniveau erreichen wollen, investierten in den vergangenen Monaten verstärkt am Kapitalmarkt. Daher entwickelte sich auch das Emissionsgeschäft der BKS Bank sehr erfolgreich. Die verbrieften Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um 9,6 % auf 709,5 Mio. EUR, während das Nachrangkapital sogar um 14,9 % auf 240,9 Mio. EUR zulegte“, berichtet Stockbauer.
Auch die Nachfrage nach nachhaltigen Veranlagungsprodukten ist weiterhin hoch. Das Volumen nachhaltiger Veranlagungen1 betrug zum 30.09. bereits 225 Mio. EUR (nach 166 Mio. EUR per 31.12.2020). Eine wichtige Rolle spielen dabei die Green und Social Bonds der BKS Bank, sowie die BKS Portfolio-Strategie Nachhaltig. Im August 2021 lag ein weiterer Green Bond mit einem Volumen in Höhe von 5,0 Mio. EUR zur Zeichnung auf, mit dessen Emissionserlös das BKS-Holzquartier finanziert wurde.

Erfreulicher Konzernperiodenüberschuss

Das gute operative Geschäft findet auch in den Ergebniszahlen seinen Niederschlag. „Wir freuen uns über einen Konzernperiodenüberschuss von 66,0 Mio. EUR (+74,3 %)“, so Stockbauer. Die beiden wichtigsten Ertragskomponenten – Zinsergebnis und Provisionsüberschuss – überzeugten mit guten Zuwachsraten. Das Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten trug 3,8 Mio. EUR zum Periodenüberschuss bei. Der Verwaltungsaufwand wuchs moderat um 3,8 % auf 95,9 Mio. EUR.

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge steigt um 12,3 %

„Die erfreuliche Steigerung beim Zinsüberschuss nach Risikovorsorge um 12,3 % auf 90,8 Mio. EUR ist vor allem auf geringere Risikovorsorgen zurückzuführen. Aber auch das anhaltend gute Kreditgeschäft trug dazu
bei“, berichtet Stockbauer.

Provisionsergebnis wächst weiter

Um vom Zinsgeschäft unabhängiger zu werden, trachtet die BKS Bank danach, das Provisionsgeschäft stetig auszubauen. Dies ist 2021 bislang sehr gut gelungen. Der Provisionsüberschuss von 50,1 Mio. EUR lag um
6,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Einen wesentlichen Beitrag lieferte das bereits angesprochene florierende Wertpapiergeschäft. Der Wertpapierprovisionsertrag kletterte um 11,5 % auf 17,0 Mio. EUR. Die mit
Zahlungsverkehrsdienstleistungen erzielten Provisionserträge wuchsen um 8,5 % auf 19,3 Mio. EUR. „Wir punkten mit innovativen Kontomodellen und digitalen Bezahlmethoden. So haben wir zuletzt mit Smart&Simple ein
Kontomodell für Firmengründer und Kleinstunternehmen entwickelt, welches sich durch Flexibilität, Klarheit und Transparenz auszeichnet. Auch die Expertise unserer Mitarbeiter zu Online-Bezahlsystemen ist hoch gefragt“, sagt Stockbauer.

Optimistischer Ausblick

Trotz der steigenden Infektionszahlen blickt Stockbauer optimistisch in das vierte Quartal: „Mit der bisherigen Geschäftsentwicklung haben wir den Grundstein für ein gutes Jahresergebnis gelegt. Wir erwarten, dass wir das
Vorjahresergebnis deutlich übertreffen werden. Wir rechnen weiterhin mit steigenden Primäreinlagen und einer guten Kreditnachfrage. Auch die entspannte Risikosituation dürfte sich bis zum Jahresende fortsetzen. Prognosen bleiben zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber schwierig, da die besorgniserregenden Covid-19-Zahlen der letzten Wochen den Wirtschaftsaufschwung wieder bremsen könnten. Wir hoffen daher auf eine
baldige Besserung der Pandemielage.“


Der gesamte Zwischenbericht ist hier downloadbar.

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