Audi e-tron Sportback: Noch ein Bruder

Die Sportback-Varianten sind ganz objektiv die schöneren Audis. Ein Prinzip, das auch vor der Elektromobilität nicht Halt macht.

Lesezeit: ca. 2 min

© Audi

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In der fossilen Welt sind die Modelle Q3 und Q8 wandelnde Beispiele für eine Art von Eleganz, die für ein SUV in der Form eigentlich ausgeschlossen ist. Das würde auch dem Vorreiter in Sachen Elektrifizierung aus dem eigenen Haus ganz gut stehen, dachten sich wohl einige Audianer. Und recht hatten sie. Der e-tron Sportback ist tatsächlich recht schön anzusehende Designerware. Immer noch ein großes SUV zwar, aber die abfallende Dachlinie sorgt für ein ausgeprägtes Maß an Anmut und Dynamik.

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Das effekthaschende Catalunyarot des Testwagens ist da eventuell sogar kontraproduktiv, für Aufsehen sorgt der e-tron Sportback so oder so. Ob immer zu seinem Wohlwollen, bleibt unklar. Gut möglich, dass der Sympathiebonus des Stromantriebes irgendwo zwischen den knappen fünf Metern Länge und den rund 2,5 Tonnen Leergewicht verloren geht. Eindeutig verifizierbar ist das allerdings nicht, und sollte man einen e-tron Sportback sein Eigen nennen, wird einem das wohl auch herzlich egal sein.

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Einfach ZU fesch

Dazu ist der Audi einfach, und, wir wiederholen uns, einfach zu fesch. Fast schon klassisch Audi tragen die Goodies aus dem S-Line Regal wesentlich dazu bei. Selbst das feine Leder der Sportsitze kommt neuerdings aus der Ecke, was ungewöhnlicher ist als die wuchtigen 21“-Zöller oder die entsprechenden Applikationen im Interieur. Sie dynamisieren das Interieur optisch, so gut es geht, stehen letztlich aber der Übermacht an Touchscreens und der Bilder der virtuellen Außenspiegel chancenlos gegenüber. Premium wird bei Audi als kühle Hightech-Noblesse interpretiert, und diesen Anspruch erfüllt der e-tron locker.

Je mehr Kreuzerl in der Extraliste, je lockerer. 4-Zonen Klimaautomatik, virtuelle Außenspiegel, Matrix-LED Scheinwerfer, Umgebungskameras, Armada an Assistenzsystemen, Bang&Olufsen Sound System und so manches mehr findet man auf einer ellenlangen Liste an verlockenden bis unwiderstehlichen Extras. Am Ende stehen dann, ehe man sich’s versieht, unterm Strich 105.521,80 €. Bedenkt man die Ausgangsposition von 76.340 €, ist das schon ordentlich, zumal wir mit dem e-tron 50 das Modell mit dem kleineren Akku fuhren.

Knapp bemessen

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Klein bedeutet in dem Fall eine Kapazität von 71 kWh. Das reicht laut WLTP für eine Normreichweite von 347 Kilometern, was nicht nur angesichts der Größe und des damit einhergehenden Potentials des e-tron Sportback knapp bemessen scheint. Es gilt auch noch die Spitzenleistung von 313 PS aus zwei Elektromotoren, das Drehmoment von 540 Newtonmeter sowie das hohe Dynamikpotential zu beachten. Sprich, der e-tron macht unterwegs einfach eine Menge Spaß, liegt für sich betrachtet famos auf der Straße und fordert sportliches Fahren quasi ein.

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Der Reichweite tut das genau so wenig gut wie längere Autobahnetappen. Es gilt, diesen Versuchungen zu widerstehen und schlau zu fahren. Oder Hilfe anzunehmen, dem Audi und den Navidaten das intelligente Rekuperieren und Segeln zu überlassen. Dann sind 300 Kilometer durchaus realistisch. Für längere Reisen hat Audi auch vorgesorgt, der e-tron Sportback verträgt 120 kW Gleichstromladungen, was 80% Reichweite in 30 Minuten bringt.

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Was er kann:
Gebremste Anhänger bis 1.800 Kilo ziehen.

Was er nicht kann:
Ständig seine Stärken ausspielen.

Ändern würden wir:
Das letzte Sparschwein schlachten und den e-tron 55 nehmen.

Extralob gibt es für:
Das unanständig lässige Design.

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Daten Audi e-tron Sportback 50 quattro S line
Motor: Zwei Elektromotoren
Akku: 71,5 kWh
Leistung: 313 PS (Dauerleistung 215 PS)
Max. Drehmoment: 540 Nm
Vmax: 190 km/h
0 auf 100 km/h: 6,8 Sek
Preis ab 76.340 €

Redaktion: Oliver Weberberger

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