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Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.

28.09.2021 | 2 min

Steiermärkische Sparkasse: Erfreuliche Ergebnissteigerung im 1. Halbjahr 2021

Das 1. Halbjahr 2021 stand weltweit und damit auch in den Kernmärkten der Steiermärkischen Sparkasse nach wie vor im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Die Steiermärkische Sparkasse hat auch unter diesen anhaltenden Bedingungen den Geschäftsbetrieb und das Bankgeschäft für ihre Kundinnen und Kunden vollumfänglich digital und persönlich vor Ort aufrecht gehalten.

Mit der höheren Impfrate erfolgten in allen Kernmärkten sukzessive Öffnungsschritte, die sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkten. Das spiegelt sich auch im sehr erfreulichen Ergebnis des Steiermärkische Sparkasse-Konzern für das 1. Halbjahr 2021 entsprechend wider.

HIGHLIGHTS 1. HALBJAHR 2021

  • Erfreuliches Ergebnis in allen Geschäftssparten
  • Gestiegene Ergebnisbeiträge der Auslandstöchter
  • Geringe Risikovorsorgen
  • Zuwächse im Wertpapiergeschäft und Steigerung der Marktanteile

Erfolgs- und Geschäftsentwicklung

Das Periodenergebnis nach Steuern des Steiermärkische Sparkasse-Konzern betrug im 1. Halbjahr 2021 105,7 Millionen Euro. Dieses liegt um 124,7 % über dem Wert des 1. Halbjahres 2020 (47 Millionen Euro). Die größten Einflussfaktoren auf das Ergebnis waren die stark gesunkenen Risikovorsorgen sowie die erfreulicherweise wieder gestiegenen Ergebnisbeiträge der Tochterbanken. Alle Tochterbanken erwirtschafteten in dieser Periode Gewinne.

Die Bilanzsumme im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um rund 2,1 % bzw. 0,4 Milliarden Euro auf 18,9 Milliarden Euro gestiegen.

Die Betriebserträge konnten insgesamt um 14,4 % von 235,8 Millionen Euro auf 269,8 Millionen Euro gesteigert werden.

Der Provisionsüberschuss hat sich mit einem Anstieg um 12,9 % (+9,2 Millionen Euro) auf 80,8 Millionen Euro sehr erfreulich entwickelt. Vor allem im Wertpapiergeschäft (+3,5 Millionen Euro) konnten erfreuliche Zuwächse (+19,9 %) erzielt werden. Das Provisionsergebnis im Zahlungsverkehr konnte um 11,7 % auf 42,1 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Risikovorsorgen im Konzern entwickelten sich moderat. Im 1. Halbjahr 2020 mussten aufgrund der Auswirkungen der Covid-19 Krise noch 27,2 Millionen Euro an Risikovorsorgen neu gebildet werden. Vergleichsweise gering fällt dieser Wert im 1. Halbjahr 2021 mit 1,7 Millionen Euro aus. Die bereits hohen Bevorsorgungen im Jahr 2020 sowie ein aktives Portfoliomanagement tragen wesentlich zum erfreulichen Halbjahresergebnis 2021 bei.

Die Kundenkredite sind um 488 Millionen Euro auf 13,2 Milliarden Euro gewachsen. Das ist eine erfreuliche Steigerung von rund 3,8 % im 1. Halbjahr 2021. Der Trend zum Eigenheim ist weiterhin ungebrochen. Insgesamt wurden 385 Millionen Euro an Privatkrediten vergeben. Bei den Firmenkrediten wurde ein Neuvolumen an Investitionskrediten von 884 Millionen Euro ausbezahlt. Insbesondere Nachholinvestitionen, die staatliche Investitionsprämie anlässlich der Covid-19-Krise sowie eine rege Bautätigkeit im gewerblichen Wohnbau wirkten sich wachstumsfördernd aus.

Auf der Passivseite sind die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 363 Millionen Euro bzw. 2,5 % auf 14,7 Milliarden Euro gestiegen. Darin enthalten sind Spareinlagen mit 7,6 Milliarden Euro.

Das Eigenkapital liegt mit 2,0 Milliarden Euro deutlich über allen regulatorischen Anforderungen. Auch sämtliche Liquidätskennzahlen werden durch die Steiermärkische Sparkasse übererfüllt.
 

Auf einen Blick

Ergebnis KonzernIst
30.6.2020
Ist
30.6.2021
Bilanzsumme17.80618.922
Eigenkapital1.8331.992
Betriebsergebnis95129
Periodenergebnis nach Steuern47106

Ausblick

Aufgrund der in den vergangenen Monaten angehobenen Wachstumsprognosen für das Jahr 2021 für die Kernmärkte der Steiermärkischen Sparkasse wird aus heutiger Sicht für das Gesamtjahr 2021 insgesamt ein deutlich über Plan liegendes Ergebnis erwartet.
Die Entwicklung der weiteren Wirtschaftsindikatoren ist jedoch abhängig von den behördlichen Covid-19-Maßnahmen bzw. dem Auslaufen von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Das weiterhin niedrige Zinsumfeld sowie der weiter zu erwartende Kostenanstieg im Zusammenhang mit der Umsetzung der regulatorischen Vorgaben werden sich jedoch negativ auswirken.

Die Steiermärkische Sparkasse verfügt jedoch über eine sehr gute wirtschaftliche Ausgangsposition und ein Kreditportfolio mit guter Qualität, um die Herausforderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie bestmöglich zu bewältigen.

Dem Ausbau der Marktposition der Steiermärkischen Sparkasse als Universalbank in der Region, sowohl in der Steiermark als auch in der Westbalkan Region, wird daher weiterhin höchste Priorität eingeräumt.

Durch die Fusion der Sparkasse Bank Makedonija und der Ohridska Banka im Juli 2021 positionieren wir uns in Nordmazedonien als zweitgrößte Finanzdienstleisterin im Kommerzbereich und als drittgrößte im Retailsegment.
Die auf Kundenakquisition abzielenden Aktiviäten im gesamten Konzern werden auch im restlichen Geschäftsjahr 2021 mit unveränderter Intensität verfolgt werden, um die erfreuliche Entwicklung im Bereich der Neukundengewinnung weiter fortzusetzen.

„Aus heutiger Sicht erwarte ich mir für das Jahr 2021 insgesamt ein deutlich über Plan liegendes, sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem Wertpapiergeschäft und hier insbesondere im Private Banking. Im Firmenkundenbereich möchten wir die gestiegene Investitionsbereitschaft der Unternehmen bestmöglich unterstützen und hier insbesondere auch einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation leisten.
Die deutlich verbesserten Wachstumsprognosen lassen auch die Steiermärkische Sparkasse positiv in die Zukunft blicken. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden möchten wir diese positive Entwicklung nutzen und unsere Marktanteile weiter steigern“
, betont Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.

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