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Andreas Grassauer, CEO von Marinomed.

30.08.2021 | 2 min

Marinomed Biotech AG meldet Finanzergebnisse mit deutlichem Umsatzwachstum

Der Umsatz des Unternehmens stieg um 41% auf 3,2 Mio. € (H1 2020: 2,3 Mio. €) aufgrund der starken Nachfrage nach den Carragelose-basierten Virusblockern von Marinomed, die durch positive wissenschaftliche und klinische Daten zur Anti-SARS-CoV-2-Aktivität von Carragelose unterstützt wurde.

Marinomed Biotech AG (VSE:MARI), ein österreichisches, wissenschaftsbasiertes Biotechnologie-Unternehmen mit global vermarkteten Therapeutika aus zwei innovativen proprietären Technologieplattformen, gab die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2021 bekannt. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 41% auf 3,2 Mio. € (H1 2020: 2,3 Mio. €) aufgrund der starken Nachfrage nach den Carragelose-basierten Virusblockern von Marinomed, die   durch positive wissenschaftliche und klinische Daten zur Anti-SARS-CoV-2-Aktivität von Carragelose unterstützt wurde. Die Gesamterlöse des Unternehmens, einschließlich staatlicher Unterstützung für die Carragelose-Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Marinomed, erhöhten sich auf 4,5 Mio. € (H1 2020: 2,8 Mio. €). Aufgrund gestiegener Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) von 4,3 Mio. € (H1 2020: 2,2 Mio. €) für die beiden Technologieplattformen Carragelose und Marinosolv reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) plangemäß auf -3,6 Mio. € (H1 2020: -2,9 Mio. €). Der Nettoverlust für das erste Halbjahr betrug 4,4 Mio. € im Vergleich zu 3,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2020.  Marinomed bestätigt den im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten Finanzausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2021.

„Marinomeds Ergebnisse für das erste Halbjahr 2021 zeigen eine starke Nachfrage nach unseren Carragelose-basierten Produkten. Diese Virusblocker sind eine sichere und wirksame Ergänzung zu Impfstrategien, insbesondere für diejenigen, die zu jung sind oder nicht für eine Impfung in Frage kommen. In den ersten sechs Monaten des Jahres haben wir zudem die Entwicklung unserer beiden Plattformen Carragelose und Marinosolv erheblich vorangebracht. Wir konnten zeigen, dass Carragelose sowohl gegen den SARS-CoV-2-Wildtyp als auch gegen gängige Virus-Mutationen gleichermaßen wirksam ist, wodurch das Potenzial unseres Virusblockers nochmals unterstrichen wird. Im Bereich der kommerziellen Verwertung konnten wir M8 als Vertriebspartner für Brasilien und Mexiko gewinnen. Nach Erteilung der Zulassung in diesen lateinamerikanischen Märkten wird M8 Carragelose dort vermarkten“, sagte Dr. Andreas Grassauer, CEO von Marinomed. „Parallel dazu hat unsere Marinosolv-Plattform relevante Fortschritte gemacht. Für unsere Augentropfen Tacrosolv mit der gelösten Form von Tacrolimus haben wir vielversprechende Daten erhalten, die eine Linderung der Heuschnupfensymptome an Auge und Nase gezeigt haben. Zudem konnten wir für unsere Marinosolv-Technologie Patentschutz in China, einem der wichtigsten Pharmamärkte, erlangen. Wir arbeiten kontinuierlich an weiteren Schritten zur Kommerzialisierung der Marinosolv-Plattform und ihrer Produkte, die das Potenzial haben, schwerlösliche Wirkstoffe zu lösen.“

„Wir freuen uns über das starke Wachstum im ersten Halbjahr. Unsere Carragelose-Produkte konnten in zahlreichen Märkten Marktanteile hinzugewinnen. Während Apotheken im Segment Husten und Erkältung rückläufige Umsätze verzeichneten, stiegen die Umsätze mit Carragelose-Produkten. Mit dem Übergang der Pandemie in eine endemische Phase erwarten wir jedoch, dass die Verkaufszahlen wieder stärker von Saisonalität geprägt sind. Für die Zukunft planen wir einen weiteren Ausbau unserer klinischen Aktivitäten und eine leichte Erhöhung der F&E-Ausgaben im Vergleich zu 2020. Bei Forschung und Entwicklung werden wir uns wieder stärker auf Marinosolv konzentrieren, da dieses Segment über erhebliches ungenutztes Potenzial verfügt, sagte Pascal Schmidt, CFO von Marinomed.

Finanzausblick 2021

Marinomed bestätigt seinen Finanzausblick für das Geschäftsjahr: Das Unternehmen rechnet mit einem weiteren Anstieg der Carragelose-Umsätze, der jedoch weniger stark ausfallen dürfte als 2020. Marinomed plant einen leichten Anstieg der F&E-Kosten, was zu einem operativen Verlust für das Geschäftsjahr 2021 führen wird.