7 Milliarden für den Klimaschutz

Mehr als ein Dutzend oberösterreichische Unternehmen zeigen im Rahmen der „Leaders“-Initiative, wie gut sich Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit vertragen (können).

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© PantherMedia/Randolf Berold

Investitionen in die Energiewende senken nicht nur die Energiekosten und tragen zum Klimaschutz bei, sondern sie sind auch zunehmend ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Für viele Betriebe in Oberösterreich ist die betriebliche Energiewende schon Realität, sie setzen erfolgreich Projekte rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energie um.

Damit noch mehr Unternehmen zu Maßnahmen in Richtung Klimaneutralität zu motivieren, wurde die neue Initiative „Energiewende Leaders“ gestartet, die auch schon Wirkung zeigt: Bereits 15 oberösterreichische Vorreiter-Unternehmen arbeiten gemeinsam mit dem OÖ. Energiesparverband an der betrieblichen Energiewende. Dabei geht es darum, über Einzelmaßnahmen hinaus zu einer gesamthaften Strategie mit der Vision des klimaneutralen Wirtschaftens zu kommen. Die Aktivitäten reichen von betrieblichen Energie- und Klimachecks, der Erstellung von Energiewende-Roadmaps, der Vernetzung und dem fachlichen Austausch sowie der Initiierung von Kooperationsprojekten.

© PantherMedia/brijit vijayan

Eine echte Wirtschaftsmacht

Die 15 Firmen Bellaflora, BMW, Fronius, Keba, Miba, Obermayr, ÖkoFEN, Peneder, Resch & Frisch, Rexel, Rübig, Sparkasse OÖ, Starlim/Sterner, Tiger und Weber Hydraulik beschäftigten gemeinsam mehr als 25.000 Mitarbeiter erzielen mehr als sieben Milliarden Euro Umsatz. Neben 40 Produktionsstandorten in Europa, USA und Asien gibt es weltweit rund 400 Vertriebsstandorte und die Unternehmen haben gemeinsam eine Gebäudefläche von 865.000 m². Gemeinsam haben sie 565 GWh Jahresenergieverbrauch, 5,3 MW an Photovoltaik installiert und 70 Prozent ihrer Beleuchtung sind bereits LED, das sind ca. 200.000 LEDs. 63 Prozent des gesamten Energieverbrauchs dieser Unternehmen werden bereits mit erneuerbarer Energie abgedeckt.

© Bellaflora

  • Bellaflora ist nicht nur die „Grüne Nummer Eins“, bereits 15 von 27 Standorten werden mit Sonnenstrom aus eigenverbrauchsoptimierten PV-Anlagen versorgt, allen Filialen beziehen zu 100 % Ökostrom.
  • BMW Motoren Steyr gelang in den vergangenen Jahren bei der Produktion eine Reduktion des Energieverbrauchs pro Motor um 45 Prozent.

© Fronius

  • Fronius hat in Thalheim eine Systemlösung für die lokale Erzeugung, Speicherung und Nutzung von solarem Wasserstoff realisiert. Bereits 20 % der Fronius-Flotte werden alternativ angetrieben und 97 vernetzte firmeneigene E-Ladestationen stehen für den Fronius-Fuhrpark.

© Keba

  • Bei Keba wurden in den letzten Jahren mehr als 1.000 LEDs installiert, die jährlich 32.000 kWh Strom einsparen.
  • Die Firma Obermayr hat in Schwanenstadt ein Vorzeigegebäude (3.500 m² Nutzfläche) mit einem Heizwärmebedarf von 8 kWh/m2a errichtet, das entspricht etwa einem Sechstel des üblichen Werts.
  • Bei ÖkoFEN gibt es Elektro-Autos für 25 Prozent der Belegschaft (auch zur Privatnutzung) und 29 Ladestationen mit Lademanagement.
  • Peneder bezieht in Atzbach die Wärmeversorgung aus einer Hackschnitzelanlage und macht mit einer Absorptionskältemaschine (475 kW Kälteleistung) daraus auch Kälte.
  • Resch & Frisch hat durch die thermische Sanierung des Firmengebäudes in Gunskirchen beachtliche 3.430.000 kWh pro Jahr an Energieeinsparung erzielt.
  • Rexel Austria hat in seinem Logistikzentrum in Weißkirchen die Beleuchtung optimiert, bezieht 100 Prozent Ökostrom und die Wärmeversorgung erfolgt über eine Biomasse-Nahwärme-Anlage.
  • Die Sparkasse OÖ hat 87 Prozent ihrer Mitarbeiter in Energieeffizienz geschult.
  • Bei Starlim produzieren die Werke in Weißkirchen und Lambach bereits frei von fossilen Brennstoffen, zudem hat das Unternehmen drei große PV-Dachanlagen mit einer Fläche von insgesamt 8.400 m² errichtet.
  • Tiger erspart sich durch eine Wärmerückgewinnung bei der Pulverlack-Produktion etwa 1 Million kWh/a, aus der Abwärme wird Raumwärme.
  • Weber Hydraulik in Losenstein versorgt seine Gebäude mittels Biomasse-Contracting aus Hackschnitzeln mit Wärme und erspart sich so damit 120.000 Liter Heizöl pro Jahr.

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