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Der Infineon Technologies Austria vereint Produktion, Forschung und Entwicklung sowie globale Geschäftsverantwortung. Hauptsitz am Standort Villach.

22.03.2021 | 2 min

50 Jahre Infineon Austria: von der verlängerten Werkbank zum digitalen Vorreiter

Was vor 50 Jahren begann, hat sich heute zum Leitbetrieb in Österreich mit 4.500 Mitarbeiter*innen aus 70 Nationen entwickelt: Infineon Austria ist als Tochterunternehmen des deutschen Infineon Halbleiterkonzerns ein globaler Player bei Mikroelektroniklösungen.

Die Geschichte von Infineon Austria beginnt am 1. Oktober 1970 mit der Gründung der Siemens Bauelemente GmbH. Als verlängerte Werkbank mit 24 Mitarbeiter*innen startete die Produktion von einfachen Bauelementen für die damals brandneuen Farbfernseher. Erste Erfolge bestätigten den Standort und die Produktion wurde sukzessive erweitert, z. B. um die erstmalige Fertigung von integrierten Schaltungen in Österreich.

Mit Spitzentechnologien und Know-how zum Aufstieg


1979 wurde Villach mit der Gründung des Entwicklungszentrums für Mikroelektronik zum Forschungs- & Entwicklungsstandort.  Im gleichen Jahr starteten die Bauarbeiten für die ersten Reinraumflächen zur Fertigung von Elektronikchips. Der Grundstein für den Aufstieg Villachs zum Hochtechnologiestandort war gelegt. Ein Standort der Forschung und Entwicklung, Produktion und globale Verantwortung vereint.

Durch den Fokus auf Spitzentechnologie, Innovation und das steigende Know-how erreichte das motivierte Team weitere Meilensteine: 1997 wurde Villach das globale Kompetenzzentrum für Leistungselektronik und 2017 zusätzlich das globale Kompetenzzentrum für neue Halbleitermaterialien. Diese Materialien können den Strom noch effizienter wandeln und sind die Basis für Schnellladestationen für E-Autos oder die zuverlässige Mobilfunkinfrastruktur.

Forschungskompetenz in Österreich

Weitere Entwicklungsstandorte in Österreich folgten in den 90er Jahren: In Graz, wurde das Kompetenzzentrum für Kontaktlostechnologien etabliert, und in Linz das Entwicklungszentrum für Hochfrequenztechnologien als Spin-off der JKU. Heute bündelt Infineon in Österreich die Kompetenzen für Fertigung, Forschung & Entwicklung und globale Geschäftsverantwortung und ist eines der forschungsstärksten Unternehmen Österreichs.

Aus Siemens wird Infineon

Kurz vor der Jahrtausendwende der nächste Meilenstein: im April 1999 verabschiedet sich Siemens von seiner Halbleitersparte, und INFINEON betritt die Welt. Unter neuer Marke – das Kunstwort setzt sich aus dem englischen Begriff „infinity“ (Unendlichkeit) und dem griechischen Wort „aeon“ (Ewigkeit) zusammen – und dem Konzernsitz in München entwickelt sich die Infineon Technologies AG zum Weltmarktführer in der Leistungselektronik. Die 2000 Jahre waren in Österreich geprägt vom Ausbau der weltweit ersten 300 mm Dünnscheibenproduktion, Industrie 4.0 und der globalen Kompetenzentwicklung für neue Halbleitermaterialien.

Für die Zukunft gerüstet

Aktuell investiert Infineon Austria an allen Standorten in Österreich: Im Jahr 2020 wurden neue Forschungsgebäude in Graz, Linz und Villach bezogen, um Spitzentechnologien für Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und das sichere Agieren in einer vernetzten Welt zu entwickeln. Und mit der Investition von 1,6 Mrd. Euro in eine vollautomatisierte Chipfabrik in Villach wird aktuell die größte private Investition in Österreich und in der europäischen Halbleiterindustrie umgesetzt. All das schafft zusätzlich 800 hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärkt den Industrie- und Technologiestandort Österreich und Europa. Der Produktionsstart für die stark nachgefragten Energiesparchips erfolgt 2021 und ist der nächste Meilenstein der Infineon Erfolgsgeschichte „made in Austria“.

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