2,3 Mio. Euro für heimischen Wissens- und Technologietransfer aws Impulsprogramm

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14.01.2022 | 2 min

2,3 Mio. Euro für heimischen Wissens- und Technologie-transfer

Erfolgreicher Wissens- und Technologietransfer zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft ist zur Sicherung des Innovationsstandorts essentiell.

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) hat dazu ein neues Impulsprogramm unter dem Titel „Vorsprung durch Wissenstransfer in MINT/Life Sciences“ gestartet. Dabei steht für drei regionale Wissenstransferzentren und für die Förderung von Prototypen ein Budget von 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Einreichungen sind ab sofort möglich.

Wirtschaftliche Kooperationen und Ausgründungen stärken

Ziel des Programms ist es, einerseits die Zusammenarbeit von Universitäten und Fachhochschulen mit der Industrie und mit Unternehmen durch wirtschaftliche Kooperationen (Lizenzverträge, Forschungsaufträge etc.) weiter zu stärken, andererseits aber auch die Ausgründung von neuen Unternehmen aus Universitäten oder Fachhochschulen zu motivieren und damit einen Beitrag zur österreichischen Spin-off-Strategie zu leisten.

Bei dem Förderungsprogramm handelt es sich um eine erfolgreiche Weiterführung der Programme „uni:invent“, „Wissenstransferzentren und IPR“ und dem „Impulsprogramm für den Österreichischen Wissens- und Technologietransfer“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). Abgewickelt wird das Programm mit Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung.

Wissenstransfer für den Innovationsstandort

„Die österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sind wichtige Orte der Innovation. Hier wird durch hervorragende Forschung eine Vielzahl neuer Produkte und Lösungen geschaffen. Im Rahmen der Wissenstransferzentren werden diese Potenziale des Forschungsstandorts auch verstärkt für die wirtschaftliche Verwertung genutzt. Die Förderung ist daher von ganz besonderer Bedeutung. Strategisch entscheidend ist dabei auch der Förderschwerpunkt für den MINT- und Life-Science-Bereich“, sagt Martin Polaschek, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung zum Start der Förderung.

„Von der Stärkung des Wissens- und Technologietransfers durch eine intensive Kooperation von Forschungseinrichtungen und Unternehmen profitieren alle beteiligten Partner und der Standort insgesamt. Dabei ist es wichtig, dass die Ideen genutzt und verwertbar gemacht werden. Für Universitäten und Fachhochschulen ist dies oft nicht leicht zu stemmen, hier wirkt die Prototypenförderung entgegen. Diese Unterstützung zeigt ganz konkret die praktische Umsetzbarkeit und Anwendbarkeit von Forschung und ist damit eine wichtige Basis für künftige Unternehmen, die wir unterstützen möchten“, so Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

„Wie sich in unterschiedlichen Aspekten gezeigt hat, sind Wissenstransfer und verwertbare Prototypen ganz entscheidende Faktoren für erfolgreiche Unternehmensgründungen“, sagen Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister, aws Geschäftsführende.

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Entscheidende Faktoren für Unternehmensgründungen

Auch die aws Geschäftsführung zeigt sich über die neue Runde des Förderungsprogramms sehr erfreut: „Bei der bisherigen Förderung der Wissenstransferzentren aber auch der Prototypen, können wir auf eine sehr erfolgreiche Förderungsperiode zurückschauen. Wie sich in unterschiedlichen Aspekten gezeigt hat, sind Wissenstransfer und verwertbare Prototypen ganz entscheidende Faktoren für erfolgreiche Unternehmensgründungen. Nicht zuletzt zeigt sich das jedes Jahr beim Gründerpreis PHÖNIX. Um diesen etablierten Weg weiterzugehen, freut es uns, dass wir die Förderung im Rahmen des Impulsprogramms für den österreichischen Wissens- und Technologietransfer anbieten können“, sagen Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister, aws Geschäftsführende.

Über das aws Impulsprogramm

Das aws Impulsprogramm „Vorsprung durch Wissenstransfer in MINT/Life Sciences“ richtet sich an überregionale und disziplinübergreifende Kooperationen von Universitäten und Fachhochschulen mit dem Ziel der Weiterentwicklung des Wissens- und Technologietransfers im Rahmen von Wissenstransferzentren (WTZ). Neben der Weiterentwicklung bestehender, erfolgreicher Kooperationsprojekte wird ein besonderer Fokus auf innovative disziplin- und institutionsübergreifende Vorhaben mit Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) und Erschließung und Entwicklung der Künste (EEK) gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung des Interesses an den MINT-Disziplinen.

Im Modul Prototypenförderung werden Universitäten und Fachhochschulen beim Nachweis der technischen Machbarkeit bzw. Funktionsfähigkeit von Ergebnissen aus wissenschaftlicher Forschung durch die Entwicklung und den Bau von Prototypen unterstützt. Dadurch werden die wirtschaftlichen Verwertungschancen signifikant erhöht. Die maximalen Fördersummen reichen dabei von EUR 10.000,- bis 50.000,-.

Alle weiteren Informationen unter https://www.aws.at.